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Vorhin telefonierte ich mit einer Schuldnerin die vor einigen Monaten eine Teilzahlungsvereinbarung unterschrieben hat und nun etwas nachlässig mit ihren Raten ist.

Im Verlauf des Gesprächs erklärte sie mir, dass ihre Bank von ihr angeblich 10 Euro pro Überweisung verlangen würde. Letztes Jahr sollen es nur 6 Euro gewesen sein. Soweit ich weiß ist die Schuldnerin Kundin der Postbank.
Wirklich vorstellen kann ich es mir jedoch nicht, dass das so stimmen soll, was sie mir da erzählt hat.
Ich bezahle jedenfalls keinen Cent für eine Überweisung, egal ob es sich dabei um eine papierhafte Überweisung oder eine Mittels Online Banking handelt.
Wenn dem wirklich so wäre, würde ich an ihrer Stelle mal die Bank wechseln.


9 Kommentare zu 10 Euro pro Überweisung

  • Na, dann könnte sie doch 2- oder 3-monatig zahlen und mit dem gesparten Geld die Raten erhöhen ;)

    • Das könnte sie auch tun, aber sie bringt es nun monatlich vorbei.
      Wobei die Fahrkarte für den Bus sicherlich auch um die 5 Euro kosten dürfte.

  • Bin auch bei der PB und überweisungen kosten zumindest in meinem Privatkonto keinen Cent!

  • Natürlich kosten Überweisungen von Girokonten Geld. Kosten sie kein Geld, so ist das üblicherweise bei (allen Banken) an besondere Bedingungen geknüpft (z.B. mtl. Geldeingänge in Höhe von Summe X, Guthaben in Höhe von Summe X, “Gehaltskonto”, etc. Zu den beleglosen Bewegungen zählen Online-Banking-Überweisungen,
    die üblicherweise weniger Kosten als Posten mit Beleg (Schalter).

    Wenn viel über das Konto läuft, dann “machts” die Bank auch gerne mal umsonst.

    Steht nicht Mindestbetrag X auf dem Konto, oder kommt nicht regemäßig Nachschub aufs Konto bzw. es kommt zu wenig, läuft bei der Bank schnell auch nichts mehr umsonst (außer ggf. noch bei einigen Direktbanken).

    Die Überweisung von einem Girokonto mit einer Gebühr von 10,00 EUR halte ich allerdings für fiktiv. Zumeist bewegt man sich in Cent-Beträgen, je nachdem, ob beleglos oder mit Beleg oder nach Kontoart (es gibt auch “Flatrates”, dann aber zumeist bei höherer Grundgebühr). Wahrscheinlich hat Ihnen der Bankmitarbeiter direkt das teurere Kontokorrent in der Grundhaltung verkauft, weil es nach Abschluss bei vielen Bewegungen in der Summe billiger ist als einzeln abzurechnen.

    Möglicherweise hat die Frau ja etwas verwechselt. Vielleicht will sie bei der Bank (bei der vielleicht noch nicht einmal ein Konto hat) Geld einzahlen, damit diese das auf das von Ihnen benannte Konto weiterleitet. Sowas kostet je nach Bank mitunter unverschämt viel.

  • Doch, das ist plausibel. Die Kundin macht wohl als Nichtkundin eine Bareinzahlung zu Gunsten Ihres Kontos bzw eines Kontos bei einem anderen Institut. Hierfür werden von vielen Banken Gebühren genommen. Klären sie die Kundin doch mal über die Unterschiede zwischen Überweisung und Bareinzahlung auf ein fremdes Konto auf…

  • Bareinzahlungen zugunsten eines fremden Kontos kosten bei der Postbank aktuell 8,- EUR.

    Der Rat, die Bank zu wechseln, ist wenig zielführend. Ver-/Überschuldete haben i.d.R. Probleme, überhaupt ein Konto zu bekommen. Damit bleiben praktisch nur Bareinzahlungen. Die dadurch entstehenden doch recht hohen Gebühren sind der Motivation, die Schulden zu begleichen, absolut nicht zuträglich.

    Grüße.

    • Deshalb biete ich den Schuldner auch an, die Raten bei mir persönlich zu begleichen. Ich biete auch an, dass ich regelmäßig vorbei komme um die Raten abzuholen, aber ganz umsonst geht das natürlich nicht.

      • Das ist ja alles richtig.

        Dennoch bleibt das Problem mit den teilweise doch recht frechen Gebühren.

        Ok, es gibt natürlich Schuldner, die einfach nicht zahlen *wollen*. Vollkommen klar.

        Ich bin aber dennoch überzeugt, das es Schuldner gibt, die – wenn auch kleine – Raten zahlen würden, wenn das Problem mit den Kosten und Gebühren nicht existieren würde. Wenn ein Schuldner auf eine Rate von 20 EUR 8 EUR Gebühren zahlen muß, dann *ist* das einfach demotivierend.

        Die Rate bei Ihnen persönlich zu begleichen ist zwar ein gutes Angebot aber für viele einfach nicht praktikabel.

        Wir werden dieses Problem nicht lösen. Das muß irgendwie von gesetzgeberischer Seite her erfolgen.

        Schönen Sonntag noch.

        • Da gebe ich Ihnen vollkommen recht.
          Solange den Banken hier keine klaren Vorgaben gemacht werden, seien es nationale oder europäische, wird es hier wohl kaum eine Besserung geben.
          Das Problem ist bei vielen Schuldnern eben auch, dass sie regelmäßig, d.h. monatliche Raten zahlen müssen, weil sie es schlicht und ergreifend nicht schaffen, die Raten über mehrere Monate hinweg zur Seite zu legen und dann einen größeren Betrag auf einmal zu bezahlen. Ich kann es ja irgendwie sogar verstehen. Welcher Verdurstende kann widerstehen, wenn ihm ein Glas Wasser angeboten wird.

          Aus dem Grund biete ich den Schuldnern auch an, die Raten jeden Monat persönlich abzuholen.
          Selbstverständlich müssen die Schuldner dafür dann zumindest die Benzinkosten übernehmen.
          Darauf lassen sich aber viele auch nicht ein. Manchmal hat man dann das Gefühl, dass es den Grund hat, dass so der Druck jeden Monat zu bezahlen noch mal höher ist, als wenn es nur überwiesen wird. Da fällt es leichter mal eine Rate “auszusetzen”.

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