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Anfang Dezember habe ich einen Mahnbescheid beantragt. Die Forderung war nicht besonders hoch, rund 300 Euro.
Der Mahnbescheid wurde kurz darauf zugestellt und in wenigen Tagen wäre der Vollstreckungsbescheid beantragt worden.

Den können wir uns jetzt allerdings sparen, da beide Schuldner Widerspruch gegen den Mahnbescheid eingelegt haben. Wie meistens gegen die gesamte Forderung. Begründet wurde der Widerspruch natürlich nicht. Obwohl es sicherlich interessant gewesen wäre, worauf die Schuldner ihren Widerspruch stützen.

Da es sich bei der Forderung um eine Reparatur handelt wird es sicherlich auf einen Vergleich hinauslaufen. Mal sehen was das Amtsgericht zur Erstattungsfähigkeit der Inkassokosten sagen wird.


10 Kommentare zu Auch das noch, Widerspruch vor Weihnachten

  • Hoffentlich: “Nein!”

    I.Ü. wäre es auch grob fehlerhaft, einen Widerspruch gegen einen Mahnbescheid zu begründen.

    • Wenn ich einer Forderung widerspreche sollte ich dies auch begründen finde ich. Und ob es dem Schuldner wirklich hilft, die Begründung bis zuletzt zurückzuhalten, um den Gläubiger im Dunkeln tappen zu lassen halte ich für äußerst fragwürdig. Gerade in dieser Sache bleibt eigentlich keine logische und nachvollziehbare Begründung. Der Schuldner hat sich 3 Jahre lang nicht gerührt, keine Mängel o.ä. geltend gemacht, wieso sollte ihm nun irgendein Amtsrichter glauben, dass die Sache mangelhaft war zum Zeitpunkt der Reparatur? Im Übrigen gibt es hierfür mindestens zwei Zeugen, die genau dies bestätigen können, nämlich, dass die Sache nach der Reparatur in einwandfreiem und funktionstüchtigem Zustand war.

  • Hoffentlich gibts beim AG ein saftiges Urteil gegen den Schuldner inkl. Inkassokosten. Ich kann diese Dummheit der Menschen kaum noch ertragen. Wenn ich etwas beauftrage und nicht bezahle, habe ich auch logischerweise die Folgekosten zu tragen. Inkasso ist nur die rote Karte und entlastet in 60% unserer Faelle das Amtsgericht. Es ist mir ein voelliges Raetsel, warum dann die AGs die Inkassokosten nur teilweise als erstattungsfaehig ansehen. Sollen wir alle Forderungen immer gleich einklagen? Das waere der Kollaps des Systems, wuerde aber wohl zu einem Umdenken bei Schuldnern und Gerichten fuehren. Also Leute, klagen, klagen, klagen – und wenn es nur 10 Euro sind …

    • Ich bin ehrlich gesagt froh, dass es auch noch Menschen wie Sie gibt, die verstehen wieso es Inkassounternehmen gibt und wieso diese auch eine wichtige und notwendige Aufgabe erfüllen. Erst kürzlich habe ich mit einem Richter am Amtsgericht gesprochen, der genau über die von Ihnen geschilderten Umstände sehr froh ist. Er meinte, wenn es den Mahnbescheid nicht gabe und spezialisierte Rechtsanwälte und Inkassounternehmen den größten Teil der Forderungen nicht bereits im Voraus realisieren würden, dann müsste man an seinem AG sicherlich doppelt so viele Richter beschäftigen, nur um sich mit solchen, rechtlich meist trivialen Forderungen auseinanderzusetzen.

  • @ ch: Man sollte den Gläubiger nicht zu früh schlau machen, und ob das Vorbringen des Schuldners am Verfahren etwas bringt, wird sich dann zeigen.

    @ Marcus: Es wird nicht etwas beauftragt, sondern jemand. Alles andere ist Werbefuzzideutsch.

    • Ich werde aus Ihnen nicht ganz schlau, Inkassofeind. Sind Sie selbst Rechtsanwalt oder woher kennen Sie sich mit der Materie aus? Das Sie selbst Schuldner sind schließe ich jetzt mal aus.

  • “Es ist mir ein voelliges Raetsel, warum dann die AGs die Inkassokosten nur teilweise als erstattungsfaehig ansehen.”

    Weil ein Inkassobüro für die Beitreibung verlangen kann, was es will, der Gläubiger dem Schuldner aber nur die notwendigen Kosten der Rechtsverfolgung in Rechnung stellen darf. Hier gilt in der Regel die Obergrenze des RVG, es können nur diejenigen Kosten in Rechnung gestellt werden, die auch ein Anwalt berechnet hätte. Die überschießenden Kosten sind dann eben nicht notwendig.

    Der Gläubiger hätte ja gleich zum Anwalt gehen können.

    • Glauben Sie mir, ich hätte gerne eine verbindliche Gebührenordnung für Inkassounternehmen. Dann würde es zum einen keine Probleme mehr geben, welche Kosten erstattungsfähig sind und welche nicht und zum anderen hätten die Schuldner eine Möglichkeit die Kosten zu kontrollieren. Außerdem würden den Inkassounternehmen die die Mandanten mit “Null-Euro-Inkasso” locken das Wasser abgegraben werden. Diese verlangen dafür meistens beim Schuldner saftige Gebühren und zwingen seriöse Unternehmen die Preise irgendwie zu halten bzw. auf das gleiche Niveau herunter zu schrauben. Aber um ehrlich zu sein deckt ein solches “Null-Euro-Inkasso” meine Kosten nicht, deshalb rechne ich auch nach der RVG ab.

  • @ch:
    1. Richtig geraten!
    2. Das Ding heißt “Gesetz über die Vergütung der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte”, kurz auch Rechtsanwaltsvergütungsgesetz und nicht Inkassovergütungsgesetz, vgl. auch § 1 RVG. Und wer schon nach RVG zahlt, sollte auch Leistungen eines Anwalts in Anspruch nehmen.

    • Da die Gerichte die Höhe der erstattungsfähigen Inkassokosten auf die Höhe vergleichbarer Anwaltsgebühren beschränken ist es durchaus sinnvoll und auch gerecht, wenn man die Inkassokosten analog der RVG berechnet.
      Außerdem, da ich selbst im 6. Semester Jura studiere denke ich, dass ich Ihre Bedenken hinsichtlich Inkassounternehmen durchaus nachvollziehen kann. Da ich selbst aber auch in absehbarer Zeit als Anwalt tätig sein werde, haben meine jetzigen Mandanten später ein Inkassounternehmen welches eben nicht nur das normale Inkassogeschäft machen darf, sondern eben auch alles andere, was ein Rechtsanwalt auch tun darf.
      Für mich ist das reine Inkassogeschäft nur ein Zwischenschritt zum Anwaltsberuf.

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