Die Rechtsdiensleister Inkasso • Gütestelle • Zwangsverwaltung

Es kommt immer ieder vor, dass man eine Forderungssache übertragen bekommt und man sich fragt, woher man den Namen des Schuldners schon einmal gehört hat. Irgendwie kommt er einem bekannt vor, nur kann man ihn nicht direkt zuordnen.

Eine Suche in den Schuldneradressen bringt dann oft die Erkenntnis, dass man den oder die Schuldnern vor einiger Zeit schon einmal in einer anderen Sache hatte. Meist kommt dann auch nach und nach die Erinnerung um was es damals genau ging.

Wenn ich dann jedoch sehe, dass der Schuldner nicht nur beim gleichen Mandanten erneut in der Kreide steht, sondern, wie bereits beim ersten Mal, vier bis fünf Mahnungen verschickt wurden, ehe man endlich einmal ernst gemacht hat, dann verstehe ich es nun wirklich nicht mehr.
Es spricht ja nichts dagegen, wenn man einen ehemaligen Schuldner wieder als Kunden bedient. Generell spricht auch nichts dagegen, ihm etwas auf Rechnung zu liefern, sofern man sich dem Risiko bewusst ist. Unverständlich ist für mich jedoch, wieso man in so einem Fall erneut vier bis fünf Mahnungen verschickt, obwohl man weiß, wie es damals gelaufen ist.

Gutmütigkeit in allen Ehren, aber so etwas würde ich nicht tun. Irgendwann zahlt er gar nicht mehr und dann?
Vor allem, wenn man bereits in der Vergangenheit die Erfahrung machen musste, dass er auf Mahnungen nicht reagiert, sondern erst merken muss, dass es jetzt eng wird.

Bei mir ist nach zwei, allerhöchstens drei Mahnungen das Ende der Fahnenstange erreicht. Natürlich hat man immer wieder Mandanten, da weiß man ganz genau, dass es einfach etwas länger dauert. Da weiß man aber auch, dass das Geld in jedem Fall kommt.
Ewig lasse ich mir jedoch nicht auf der Nase herumtanzen, irgendwann müssen den Drohungen auch mal die Konsequenzen in Form eines Mahnbescheids folgen.

Aber manche scheinen es einfach nie zu lernen, oder aber, sie wollen, dass wir uns auch noch etwas daran verdienen können.
Auch nett, eigentlich.


5 Kommentare zu Aus Fehlern kann man lernen, muss man aber nicht

  • was hat man dann auf Grundlage Ihrer Überlegungen von einem Anwaltsbüro zu halten, welches eine Forderung über einen Zeitraum von 18 Monaten wiederholt anmahnt? Warum wird hier nicht “ernst gemacht”? Entweder besteht sehr sehr viel Gutmütigkeit oder die Mandantschaft scheut das Kosten- /Prozessrisiko!

    • Haben Sie mir vielleicht die Adresse der Kanzlei? Wer so “schlampig” mit dem eigenen Forderungsmanagement umgeht, dem würde ich mein Inkasso sicherlich nicht anvertrauen.
      Gerade als Anwalt halten sich die Kosten (zumindest die eigenen) doch im Rahmen. Selbst wenn es ein paar Euro kosten sollte, die Sache einfach immer mal wieder anmahnen und dann nach drei Jahren auszubuchen (und vielleicht sogar noch froh zu sein, dass man sich jetzt nicht mehr darum kümmern muss), dass halte ich definitiv für die falsche Lösung.
      Wenn sich so etwas herumspricht, dann hat man sicherlich Kunden / Mandanten ohne Ende, aber am Ende des Tages ist außer Spesen eben doch nichts gewesen. So kann man doch nicht arbeiten.
      Wer soll einen da noch ernst nehmen? Selbst wenn ich drauflegen würde, ich würde mir so etwas nicht bieten lassen. Zwei, maximal drei Mahnungen, dann titulieren und dann folgt direkt die Zwangsvollstreckung.
      Irgendwann muss auch mal Schluss sein, schließlich bin ich keine Bank.

      Leider meinen aber immer noch viele Unternehmer, dass man mit dem Forderungsmanagement sehr vorsichtig sein muss. Es könnte ja ein Kunde verärgert werden. Aber was nutzt mir ein Kunde, wenn er nicht zahlt. So gern arbeitet dann wohl niemand, dass er auch noch was dafür drauflegt, nur um beschäftigt zu sein.

  • Völlig richtig so, Herr Kollege,
    man kann zusätzlich zu seiner erbrachten Leistung nicht auch noch einen zinslosen Überziehnungskredit in Höhe der ausgestellten Rechnung erbringen.
    “Gute Kunden / bzw. Mandanten” sind nämlich nicht die, die wiederholt Leistungen umsonst haben wollen, sondern nur solche, die den Wert der erbrachten Leistung auch durch pünktliche Zahlung zu schätzen wissen.
    Für den Rest gilt: Titulieren und ggf. zwangsvollstrecken.
    Geht uns nicht anders, wenn wir nicht zahlen, also keine falschen Hemmungen!

    • Ganz genauso so ist es. Bei einem der die Rechnung nicht bezahlt sind Hemmungen völlig fehl am Platze!
      Und wer nicht hören will, der muss es eben über den Geldbeutel langsam aber sicher lernen.
      Ich haben jedenfalls kein Problem letztlich das doppelte zu verdienen, nur weil jemand meint er müsste meine Rechnung nicht bezahlen.
      Letztlich ist die Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Zwangsvollstreckung sehr gut, da man meist sehr vielen Daten der Mandanten hat und so sehr effizient und zielgerichtet gegen sie vollstrecken kann.
      Letztlich müssen solche Mandanten dann einfach lernen, dass wir in dem Fall am längeren Heben sitzen.

  • “Letztlich müssen solche Mandanten dann einfach lernen, dass wir in dem Fall am längeren Heben sitzen.”

    Ich bin 70 Jahre alt und absolut lernunfähig. Ich schulde 300-400 € für zweimal erwischtes Schwarzfahren (von vielleicht 6 – 7 Mal Schwarzfahren wegen absolutem Bargeldmangel und unbewältigbaren Entfernungen).

    Nach meinem Rentenscheck von in zehn Jahren vielleicht einmal 300 € schmeißt mir die Sozialbehörde nach Erledigung aller Gesundheits- und Wohnkosten knapp 40 € rüber.

    Sollte ich diesen Betrag der spezialisierten Kanzlei anbieten – ist ja mehr als Null – oder würden die sich vergackeiert fühlen?

    (Erläuterung: Ich vergackeiere gerne.)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

So erreichen Sie uns


Die Rechtsdienstleister


Waldstraße 20
75394 Oberreichenbach


Tel: 07051 - 59 74 49 1
Fax: 07051 - 59 74 493
eMail: info@die-rechtsdienstleister.de


Bürozeiten:


Montag - Donnerstag 8.30 - 12.00 Uhr
und 13.00 - 17.00 Uhr


Freitag 8.30 Uhr - 12.00 Uhr und
13.00 - 15.00 Uhr


Termine nur nach Vereinbarung!