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Nachdem sich heute morgen bereits der Berliner Strafverteidiger Carsten R. Hoenig in seinem Blog über den schlechten Service der Telekom beschwert hat muss ich mich nun leider über einen anderen Telekommunikationsanbieter beschweren.

Wir sind vor einigen Wochen von der Telekom zu Sipgate gewechselt, einem VoIP-Anbieter. Grund hierfür war nicht nur der schlechte Service sondern auch der deutlich höhere Preis.

Die Anmeldung bei Sipgate war kein Problem und auch sonst funktioniert alles einwandfrei. Probleme gab es erst, als ich mich erdreistete auf mein Recht aus § 45 m Abs. 1 S. 1 TKG zu bestehen.

§ 45m – Aufnahme in öffentliche Teilnehmerverzeichnisse

(1) Der Teilnehmer kann von seinem Anbieter eines öffentlichen Telefondienstes jederzeit verlangen, mit seiner Rufnummer, seinem Namen, seinem Vornamen und seiner Anschrift in ein allgemein zugängliches, nicht notwendig anbietereigenes Teilnehmerverzeichnis unentgeltlich eingetragen zu werden oder seinen Eintrag wieder löschen zu lassen. Einen unrichtigen Eintrag hat der Anbieter zu berichtigen. Der Teilnehmer kann weiterhin jederzeit verlangen, dass Mitbenutzer seines Zugangs mit Namen und Vornamen eingetragen werden, soweit Rechtsvorschriften zum Schutz personenbezogener Daten nicht entgegenstehen; für diesen Eintrag darf ein Entgelt erhoben werden.

(2) Die Ansprüche nach Absatz 1 stehen auch Wiederverkäufern von Sprachkommunikationsdienstleistungen für deren Teilnehmer zu.

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend für die Aufnahme in Verzeichnisse für Auskunftsdienste.”

Zunächst bat ich in aller Höflichkeit über das Kontaktformular um Eintragung meiner Daten in ein Telefonbuch. Nachdem hierauf keine Anwort kam bat ich erneut um Antwort und erhielt folgendes:

“Sehr geehrter Herr Heinkel,
zur Zeit ist der Eintrag leider noch nicht möglich.
Wir arbeiten bereits daran, können aber noch keinen Termin nennen.
Wir werden nusnere Kunden informieren wenn es soweit ist.
Mit freundlichen Grüßen”

Ganz abgesehen von den Schreibfehlern, die im übrigen im Original übernommen wurden, muss man sich doch fragen, wieso ein solcher Eintrag nicht möglich sein soll.

Ich wies also auf § 45 m Abs. 1 S. 1 TKG hin und verlange meine Eintragung in ein öffentliches Teilnehmerverzeichnis. Da auch auf diese eMail keinerlei Reaktion kam schickte ich das Schreiben zusätzlich per Einschreiben an Sipgate und setzte eine Frist bis 30.04.2010.

Wie erwartet kam auch hierauf keinerlei Reaktion.
Ich beschwerte mich daher heute morgen bei der Bundesnetzagentur und teilte ihr den Sachverhalt mit. Vielleicht kann ja das Sipgate dazu veranlassen sich an die gesetzlichen Bestimmungen zu halten.

Andernfalls werde ich wohl in Kürze ein Schlichtungsverfahren bei der Bundesnetzagentur einleiten müssen. Vielleicht bringt das ja ein Einlenken von Sipgate. Falls auch das nichts bringt bleibt mir wohl nur der Weg vor Gericht. Mal sehen ob Sipgate soweit gehen will.


2 Kommentare zu Bei Sipgate ist das nicht möglich

  • “Grund hierfür war nicht nur der schlechte Service sondern auch der deutlich höhere Preis.”

    Ich gehe auch immer dahin, wo der Service am schlechtesten ist und der Preis am höchsten. Ist einfach geiler! Man kann sich so schön ärgern.

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