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Gestern rief mir ein Mandant an und meinte, dass eine Schuldnerin direkt bei ihm gezahlt hat. An sich ja nichts schlimmes, nur hat sie anscheinend noch einen bitterbösen Brief hinterher geschickt in dem Sie ihn alles Mögliche geheißen hat.

Die Dame scheint außer sich gewesen zu sein, denn sie beschwerte sich zunächst darüber, dass sie für diese Kleinigkeit überhaupt eine Rechnung erhalten habe. Im Prinzip war es wirklich eine Kleinigkeit, da es sich hierbei nur um einen einfachen Bedienfehler handelt der eigentlich nicht passieren dürfte sofern man das Gerät in den letzten Jahren schon einmal in Betrieb genommen hat.
An Arbeitszeit wurden deshalb auch nur 5 Minuten berechnet. Was jedoch deutlich teurer zu Buche geschlagen hat war die Anfahrt. Immerhin rund 30 Km einfach.
Kein Wunder also, dass diese Kleinigkeit der Dame in Rechnung gestellt wurde.
Genauso wie es kein Wunder ist, dass man nach insgesamt 5 Mahnungen irgendwann einmal Post von einem Inkassounternehmen oder von einem Rechtsanwalt bekommt.

Das alles hat die Dame jedoch veranlasst sich zu so einem Brief hinreißen zu lassen. Der Mandant überlegt nun, ob er es einfach dabei belassen soll, oder ob er es zur Anzeige bringen soll.
Aber so wie ich ihn kenne wird er es wohl einfach auf sich beruhen lassen und die Dame künftig meiden. Ist vielleicht auch das Beste!


2 Kommentare zu Böser Brief

  • Ich kennen nun weder Ihre Mahnschreiben noch die des beteiligten Inkassounternehmens. Auch versteht es sich von selbst, dass die fünfte Mahnung ausfällt als die erste Zahlungserinnerung. Und letztendlich gibt es auch unverbesserliche Schuldner, welche die Ursachen für ihr Unglück überall suchen, nur nicht bei sich selbst.

    Allerdings sind bereits die ersten Zahlungserinnerungen mancher Inkassounternehmen und leider auch mancher Anwälte nicht weniger unverschämt als die Erwiderung einiger Schuldner. Insbesondere in Anbetracht der häufig angedrohten “Rechtsfolgen”, die meist nicht nur einer Verankerung im Gesetz entbehren, sondern darüber hinaus eher an Mittel der Inquisition als an professionelles Forderungsmanagement erinnern, ist es wenig verwunderlich, dass sich Schuldner in einer emotionalen Melange aus Hilfloskeit und Wut in einem Rundumschlag Luft machen.

    Ich hoffe Sie gehen mit den “professionellen” Schriftsätzen der entsprechenden Kollegen, immerhin “Organe der Rechtspflege”, ebenso hart ins Gericht wie mit dem Schreiben eines Schuldners, der sich vielleicht in einer persönlich belastenden finanziellen Situation befindet.

    • Das beteiligte Inkassounternehmen bin ich.
      Die ersten 5 Mahnungen die der Mandant an den Schuldner verschickt hat waren allesamt höflich und sachlich, fast schon mit einem leicht unterwürfigen und bittenden Unterton.

      Die von mir versendete Zahlungsaufforderungen sind ebenfalls sachlich gehalten, zumal ich dem Schuldner zunächst immer die Möglichkeit einräume, ohne großen Ärger und ohne großen Gesichtsverlust durch die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung o.ä. die Sache zu erledigen. Schließlich geht es im Forderungsmanagement nicht nur darum das Geld einzutreiben, sondern eben auch darum, dass der Schuldner wenn möglich auch danach noch als Kunde erhalten bleibt.

      Der Schuldner wird daher zunächst innerhalb einer bestimmten Frist zur Zahlung aufgefordert. Er wird zudem auf die Möglichkeit hingewiesen, sich mit uns in Verbindung zu setzen um eventuell Ratenzahlung zu vereinbaren oder um auch im Falle einer momentanen Zahlungsunfähigkeit eine für beide Seiten befriedigende Lösung zu finden.
      Erst im zweiten Schreiben wird der Schuldner auf das weitere Vorgehen hingewiesen, also die Titulierung der Forderung.

      Ich verstehe meine Arbeit als Inkassounternehmer nicht nur so, dass möglichst schnell die Forderung beigetrieben soll, sondern eben auch so, dass der Schuldner dem Mandanten als Kunde erhalten bleibt und er ggf. auch wieder auf die Füße kommt. Deshalb vereinbare ich lieber etwas kleinere Raten, aber der Schuldner kann noch normal leben.

      Was die etwaige Strafanzeige angeht, so geht diese nicht von mir aus, sondern der Mandant spielt momentan noch mit dem Gedanken, da die Beleidigungen doch recht deutlich waren. Aber ich gehe davon aus, dass er es einfach auf sich beruhen lässt, was sicherlich auch kein Fehler sein wird.

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