Die Rechtsdiensleister Inkasso • Gütestelle • Zwangsverwaltung

In einer Sache hatte die Mandantin die Hauptforderung direkt an den Mandanten beglichen. Daraufhin fertigten wir ein Schreiben und forderten Sie unter Fristsetzung zur Zahlung der Kosten und Zinsen in dieser Sache auf.

Die Schuldnerin reagierte darauf natürlich nicht. Aus diesem Grund besuchte ich die Schuldnerin letzte Woche. Da sie nicht zu Hause war, hinterließ ich ihr eine Nachricht und ein aktuelles Forderungskonto.

Wenige Tage später meldete sich die Schwester der Schuldnerin bei mir und meinte, ich solle doch noch einmal prüfen, ob die Kosten wirklich von ihrer Schwester zu tragen seien. Da die Schuldnerin telefonisch nicht zu erreichen war, fragte ich deren Schwester, wie ich sie erreichen könne. Die Schwester gab mir bereitwillig die Nummer der Schuldnerin und fügte hinzu, dass ich sie auch in einem Restaurant erreichen könne, da sie dort die Pächterin sei.

Mit diesen neuen Informationen rief ich am nächsten Tag gegen Abend in dem besagten Restaurant an und konnte die Schuldnerin tatsächlich erreichen. Zunächst war sie etwas ungehalten, dass ich nach wie vor auf den Ausgleich der Kosten und Zinsen bestehe, jedoch wurde sie deutlich gesprächiger, als ich ihr das weitere Vorgehen erläuterte, an dessen Ende normalerweise der Gerichtsvollzieher steht, der dann ggf. mit der Pfändung beauftragt wird.

Mit etwas Murren erklärte die Schuldnerin sich dann doch dazu bereit, weitere Kosten zu vermeiden und die Kosten und Zinsen auch noch zu bezahlen. Mal sehen wann das Geld eingeht…


9 Kommentare zu Dann bezahle ich halt

  • … und zensiert wird hier auch :-(

  • Auch nicht sinnloser als die hier publizierten Belanglosigkeiten. Dafür gibt’s doch Twitter.

  • … werde ich auch nicht, hindert mich trotzdem nicht daran – immer auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, was jemanden dazu bewegen kann, eine Inkassobude aufzusuchen, anstatt sich sogleich an echtes Fachpersonal – sprich Rechtsanwälte – zu wenden.

    Übrigens, schon gesehen? Die von Ihnen u.a. propagierten Hausbesuche bei Schuldnern können gewaltig nach hinten losgehen.

    • Das Urteil habe ich gelesen. Jedoch ging es hierbei lediglich um die Drohung, dass ein “Inkasso-Team” den Schuldner aufsuchen würde und die damit verbundene, unterschwellige Drohung mit Gewalt.

      Ich drohe jedoch weder einem Schuldner den Besuch eines “Inkasso-Teams” an, noch werden meine Schuldner von einer ganzen Mannschaft von Inkassobevollmächtigten aufgesucht. Zudem hatte ich bisher auch nie den Eindruck, jemand würde sich bedroht fühlen. Es mag sicherlich Unternehmen geben, die es gerade auf die Einschüchterung der Schuldner abgesehen haben, jedoch denke ich, dass dies nur einige wenige Unternehmen sind, die eigentlich keine Registrierung haben sollten. Die überwiegende Zahl der Inkassounternehmen arbeitet jedoch seriös und legal.

      Gerade solche Unternehmen haben durchaus eine Daseinsberechtigung, da sie eben meist effektiver sind, als beispielsweise Rechtsanwälte, die zumeist keine Besuche oder Telefonate durchführen.
      Was genau stört Sie eigentlich an Inkassounternehmen?

  • Was mich stört? Dass diese Unternehmen …

    – m.E. schlicht überflüssig sind, weil sie nichts können, wozu Anwälte nicht auch in der Lage wären, dafür aber deutlich weniger Leistung bieten, wenn die Sache dann doch noch gerichtlich wird.

    – in den letzten Jahren alles getan haben, ihren Ruf zu demolieren – und hier meine ich nicht Moskau-Inkasso o.ä., sondern die unsinnige Drohkulisse, die von vielen Inkassobuden auf-gebaut wird: Drohungen mit Zwangsvollstreckung, Eidesstattlicher Versicherung, Haft, Kontenpfändung, Schufa etc., pp. sowie ferner die meist abenteuerlich überhöhten Kosten und (Pseudo-)gebühren, für (angebliche) Ermittlungen, Kontoführung usw. usw.

    – schlicht unnütze Kosten produzieren, die bei sofortiger Einschaltung von Anwälten gar nicht erst entstehen würden.

    • Sind Sie zufällig Rechtsanwalt?

      Es ist richtig, dass Inkassounternehmen nicht mehr dürfen, als ein Rechtsanwalt. Sie dürfen sogar in bestimmten Bereichen weniger. Man muss jedoch auch sehen, dass es wohl kaum einen Rechtsanwalt geben dürfte, der sich die Mühe macht, die jeweiligen Schuldner anzurufen oder sogar zu besuchen. Gerade das bringt jedoch (zumindest bei mir) den Erfolg.
      Briefe zu bekommen ist die eine Sache, wenn man aber mal jemand anruft oder sogar vor der Türe steht hat das schon eine ganz andere Wirkung. Zudem werden hier oft Möglichkeiten eröffnet, die man auf normalem Wege über die Gerichte bzw. Gerichtsvollzieher nicht hat. Viele Schuldner bieten Raten an, obwohl eine Pfändung normalerweise nie möglich wäre, weil sie einfach unter der Pfändungsfreigrenze liegen. Ich wende dabei weder Gewalt an noch drohe ich mit irgendwas. Ich gehe vielmehr auf die Schuldner ein und versuche mit ihnen zusammen eine Lösung zu finden. Die Meisten wollen ihre Schulden ja bezahlen, wissen aber nicht wie. Genau da setze ich an. Wenn die Bereitschaft da ist, die Schulden auch zu zahlen, dann finden wir eigentlich immer eine Lösung.
      Genau an diesem Punkt sehe ich den klaren Vorteil eines Inkassounternehmen, welches den Schuldner persönlich aufsucht.
      Ich selbst studiere mittlerweile im 6. Semester Jura und werde nach den beiden Examen auch als Rechtsanwalt tätig sein, aber dennoch sehe ich hier, zumindest solange die Forderungen unbestritten sind, einen deutlichen Vorteil eines Inkassounternehmens.

      Was den Ruf der Inkassobranche angeht muss ich Ihnen leider recht geben. Dennoch bitte ich darum, nicht alle über einen Kamm zu scheren. Genauso wie es unter den Inkassounternehmen schwarze Schafe gibt, gibt es die auch unter den Anwälten, Ärzten,…

      Was die Drohungen mit der Zwangsvollstreckung muss ich sagen, dass dies bei Rechtsanwälten genauso praktiziert wird. Zudem ist diese “Drohung” völlig legitim, sofern die Zwangsvollstreckung auch durchgeführt werden könnte. Die Drohung mit einem negativen Schufa-Eintrag ist meiner Meinung nach lächerlich, da die wenigsten Inkassounternehmen Vertragspartner der Schufa sein dürften.

      Die Kostenfrage ist eine Sache für sich. Sicherlich gibt es genügend Inkassounternehmen, die hier kräftig zulangen. Aber eben auch nicht alle. Wenn Sie sich meine Konditionen anschauen, dann werden Sie sehen, dass der Schuldner nur die Kosten bezahlt, die er bei der Eintreibung durch einen Rechtsanwalt auch zahlen müsste. Ich halte nicht viel davon, irgendwelche Gebühren, seien es Kontoführungsgebühren oder auch Bearbeitungsgebühren, zu berechnen, die der Schuldner bei einem Streit vor Gericht sowieso nicht bezahlen müsste. Die mittlerweile herrschende Meinung geht sowieso davon aus, dass die Gebühren auf die Höhe vergleichbarer Rechtsanwaltsgebühren beschränkt sind. Genau daran halte ich mich auch. Bei mir zahlt der Schuldner soviel, wie bei einem Rechtsanwalt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ich selbst Jura studiere und mich daher sowohl der RVG als auch der BRAO verpflichtet fühle.

      Ihren letzten Punkt kann ich leider nicht ganz nachvollziehen, vielleicht könnten Sie dies noch etwas näher erläutern, welche Kosten Sie genau meinen. Dann werde ich auch gerne auf diesen Punkt eingehen.

  • wer schulden macht muss auch mit den konsequenzen rechnen wie zum beispiel den inkassokosten. das problem ist nur , das einige inkassofirmen mit gewalt reich werden wollen

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