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ÜberweisungHeute startet es endlich, das sog. Basiskonto.

In der Vergangenheit war es teilweise ein sehr großes Problem für bestimmte Personengruppen, wie etwa Obdachlose, Menschen die in der Privatinsolvenz stecken oder auch, ganz aktuell, für Flüchtlinge, überhaupt ein Konto zu bekommen. Das ändert sich nun zum 01. Juni 2016 endlich.

Der Gesetzgeber hat durch das „Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie über die Vergleichbarkeit von Zahlungskontoentgelten, den Wechsel von Zahlungskonten sowie den Zugang zu Zahlungskonten mit grundlegenden Funktionen“ oder kurz „Zahlungskontengesetz“ endlich die Basis dafür geschaffen, dass künftig jeder ein Konto bekommt.

Dieses sog. Basiskonto wird in der Regel auf Guthabenbasis geführt werden und muss mindestens die grundlegendsten Zahlungsverkehrsfunktionen wie etwa Überweisungen, Lastschriften, aber auch EC-Kartenzahlungen und Ein- bzw. Auszahlungen ermöglichen.
Zwar gab es auch bisher schon eine Selbstverpflichtung der Kreditinstitute Jedermann ein Konto auf Guthabenbasis einzurichten, allerdings funktionierte dies in der Praxis nur bedingt, so dass trotz Selbstverpflichtung noch immer viele Menschen kein Konto erhielten. Die Folge war oft, dass Menschen ohne Konto keine Wohnung bekamen und ohne Anschrift wiederum kein Konto bekommen konnten.
Der Gesetzgeber hat daher nun sämtliche Kreditinstitute, also nicht die sich in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft befindenden Geldinstutute, zur Kontoeinrichtung verpflichtet.

Ein guter und längst überfälliger Schritt, der hoffentlich auch seinen Zweck nicht verfehlen wird. Ob dieser tatsächlich im Abbau der „Diskriminierung wegen fehlenden oder zu geringen Einkommens, sozialem Status oder Wohnsitz“ liegt, wie es im Gesetzgebungsverfahren angeklungen ist, darf sicherlich dahingestellt bleiben. Einen praktischen Nutzen für die Betroffenden wird das Basiskonto in jedem Fall haben.

Auch für uns als Inkassounternehmen wird dies im ein oder anderen Fall die bisher zwangsläufig notwendigen Barzahlungen deutlich reduzieren.

Mehr zum Zahlungskontengesetz gibt es auf der Seite des Bundesfinanzministeriums.

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Timo Klostermeier  / pixelio.de

 


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