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Manchmal bringen Vermögensverzeichnisse erstaunliches zu Tage.
In einem versichert ein Schuldner beispielsweise an Eides Statt, dass er Arbeitslosengeld in Höhe von 1.400 Euro bezieht. Von einer Selbstständigkeit als Handwerker ist dort nichts zu lesen. Allerdings hat genau dieser Schuldner mir im Sommer noch erzählt, dass er Selbstständig wäre und gerade so viel zu tun hätte.
Er wollte die Sache auch in Raten zahlen, aber anscheinend hatte er so viel zu tun, dass er einfach nicht dazu kam, die Raten zu überweisen.
Genau dieser Schuldner hat jedoch auch im Frühjahr, also nach der eidesstattlichen Versicherung, sein Auto reparieren lassen – auf den Namen seiner Firma.

Ich bin mal gespannt wie er mir das kurz vor Weihnachten erklären möchte. Als Handwerker in seiner Branche sollte man bei Eis und Schnee relativ wenig zu tun haben. Vielleicht hat er ja jetzt Zeit für Raten oder wenigstens für den Gerichtsvollzieher, falls er die eV erneut abgeben muss. Der Gerichtsvollzieher hat in bei der ersten eV belehrt, was für eine Strafe ihm für eine falsche Versicherung an Eides Statt blüht. Ich hoffe er erinnert sich dieses mal daran.


3 Kommentare zu Der Selbstständige Arbeitslose

  • Das Drama ist wohl eher, dass Unternehmen und Privatperson im Rahmen der Forderungsbeitreibung und deren Moeglichkeiten nicht ein und dasselbe sind. Wieviele Schuldner habe ich, die locker Stuetze beziehen, selbstaendig sind und dort keinen bis wenig Gewinn machen, einen dicken Wagen fahren und mich auslachen. So lange der Staat nicht gewillt ist, dies zu unterbinden – und der Staat hat grundsaetzlich kein Interesse an ueberschuldeten Buergern – wirds auch nichts mit der Beitreibung werden.

    • Hier besteht auf alle Fälle Handlungsbedarf, da stimme ich Ihnen vollkommen zu.
      Das Problem ist hier wie so oft, dass einige gerissene Schuldner jede Lücke ausnutzen die teilweise für diejenigen eingeführt wurde, die wirklich kein Geld haben und sich am Rande des Existenzminimums bewegen.

  • Das hört sich genau nach mir an. Wissen sie, die Tricks lernt man mit der Zeit weil man drauf geprügelt wird.
    Als normaler Mensch weiss man gewisse rechtliche Dinge einfach nicht und später macht einem wer klar das man ringsrum belogen wurde was das Rechtliche anbelangt.

    Mehr Bar(Cash) Geschäfte sorgen für weniger rumgejammere im nachhinein, oha, aber dann währen sie ja Arbeitslos. Das können wirklich nicht verantworten, also lassen wirs wie es ist und zwar so das der Zins und Sonstige Gebühren mal locker das dreifache des Schuldbetrages übersteigen und wundern uns wieso keiner Zahlen mag.
    Dann nehmen wir dem Schuldner noch die Möglichkeit überhaupt ein Konto zu eröffnen oder normal zu benutzen für Lebensmittel, Miete, etc. und, ja, das ist Stand vor 2011, wobei ich von einer Normalen benutzung meines neuen tollen P-Kontos nicht reden kann.

    Fakt ist, ich weiss dass sobald ich keinen Titel mehr stehen habe die ganzen Geier kommen und mir den Postkasten zumüllen und wieder beginnen das Rad erneut zu drehen. Es geht also noch mal los ohne das ein Ende in sicht ist. Ehrlich gesagt ich habe längst keinen Plan mehr, wer welches Inkasso beauftragte und welches Inkasso es welchem Inkasso weitergegeben hat.

    Aufgrund der fehlenden Transparenz werde ich auch nie damit anfangen irgentetwas abzubezahlen und mich weiter durchschummeln. Aber keine angst, ich fahre keinen dicken Schlitten welchen sie mir anneiden könnten.

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