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In einer Forderungssache meldete sich der Schuldner auf unser Schreiben und teilte mit, dass er momentan nicht alles auf einmal bezahlen könne.
Gleichzeitig bot er an, dass er die Forderung in einigen Monatsraten abbezahlt.

Wir stimmten die Modalitäten des Vergleichs ab und übersendeten ihm eine Teilzahlungsvereinbarung. Darin enthalten war nichts, was nicht bereits besprochen und mündlich vereinbart wurde.

Dann, wenige Tage später, rief der Schuldner an und erklärte, er könne die Vereinbarung momentan noch nicht unterschreiben, da er sie erst durch seine Rechtsabteilung prüfen lassen müsste.

Auch dagegen spricht im Prinzip nichts. Einzig und alleine die Tatsache, dass er die Firma ganz alleine betreibt und weder Angestellte noch eine eigene Rechtsabteilung hat, ist dann doch etwas lächerlich.
Der Mandant brach in schallendes Gelächter aus, als er davon erfuhr und meinte, dass er noch nicht mal wüsste was das BGB sei.

Wie zu erwarten meldete sich der Schuldner dann einige Tage später und teilte mit, dass er mit seiner Rechtsabteilung gesprochen habe. Man sei sich dort jedoch wegen einer kleinen Textstelle nicht ganz sicher wie diese zu bewerten sei und sein Justiziar würde nun noch den Raten eines Rechtsanwalts einholen. Er werde aber wie vereinbart die erste Rate überweisen.

Naja, mal sehen was nun noch alles kommt. Vielleicht geht er ja nun wirklich mal zu einem realen Rechtsanwalt der ihm dann auch erklärt das alles seine Richtigkeit hat und er es sich nunmal selbst zuzuschreiben hat, dass er seine Forderung nun um einige Kosten erhöht hat.

Vielleicht geht er aber auch zu einem genauso erfundenen Rechtsanwalt wie es seine Rechtsabteilung ist. Wie es auch kommen mag, für Unterhaltung scheint gesorgt zu sein.


5 Kommentare zu Ein-Personen-Unternehmen mit eigener Rechtsabteilung

  • Klarer Fall, der Typ ist ein Schaumschläger.
    Solchen Leuten muss man immer hinterher rennen um an das geschuldete Geld zu kommen.

    • Schaumschläger tritt bei ihm wohl den Nagel auf den Kopf. Kennen Sie solche Typen auch, oder woher die schlechte Erfahrung?

      • Solche Leute trifft man leider immer wieder. Ob als Kunden, oder weil sie ungebeten irgendeinen Blödsinn anbieten den kein Mensch benötigt.
        Die sind auch immer wieder ein nettes Gesprächsthema bei (seriöse) Kunden und den Lieferanten.
        Am auffälligsten ist es aber in Mietverhältnissen.
        Schaumschläger haben zumeist die Begabung einen „Dummzureden“ und man benötigt eine gewisse Portion Erfahrung (meist teuer erkauft) um gleich zu bemerken, was dahinter steckt.

  • „und er es sich nunmal selbst zuzuschreiben hat, dass er seine Forderung nun um einige Kosten erhöht hat“

    Es wird wohl gerade um die Erstattungspflicht eben dieser Kosten gehen. Und da dürfte wohl bekannt sein, dass die Rechtsprechung hier sehr uneinheitlich ist.

    Wenn dann noch irgendwelche „Vergleichsgebühren“ hinzutreten, dürfte auf der Hand liegen, dass diese nicht erstattungsfähig sein dürften, „Rechtsabteilung“ hin oder her.

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