Die Rechtsdiensleister Inkasso • Gütestelle • Zwangsverwaltung

Ein Blick in die Übersicht mit welchen Suchbegriffen Besucher auf die Homepage gelangt sind ist immer wieder interessant.

Hier einige Beispiele:

  • rotes Papier für Haftbefehl
  • Also entweder einem Haftrichter ist das Papier ausgegangen und seine Geschäftsstelle ist in den Streik getreten, oder da will sich jemand selbst einen Haftbefehl basteln – aber nicht, dass er hinterher noch einen Original und von Hand unterschriebenen Haftbefehl eines richtigen Richters bekommt.

  • Adelstitel bei Titulierung von Forderungen
  • Manche sind schon ganz schön eitel. Vielleicht geht es aber auch darum, einen Titel gegen einen Baron von und zu sowieso zu erwirken. Wobei der Adel ja sicherlich keine Schulden hat…

  • Pfändung aus dem Haftbefehl
  • So Leid es mir tut, aber direkt aus dem Haftbefehl pfänden geht leider nicht. Aber wer schon mal einen Haftbefehl gegen einen Schuldner erwirkt hat, der sollte eigentlich auch im Besitz eines Titels sein. Aus dem kann dann die Pfändung betrieben werden.

  • Schwarzer Mann
  • Einen Schwarzen Mann gibt es bei mir nicht und ich glaube auch nicht, dass ein seriöses Inkassounternehmen solche Männer beschäftigt. Zumindest nicht den Schwarzen Mann vor dem Angst haben muss.

  • Russen-Mafia
  • Auch hiermit kann ich leider nicht dienen. Ich habe weder Verbindungen zur Russen-Mafia noch zu sonst einer Mafia oder ähnlichem und will es auch nicht haben. Das man mit so einem Suchbegriff bei einem Inkassounternehmen landet habe ich sicherlich Moskau Inkasso zu verdanken. Wie so einiges andere auch…

  • falsche Kontonummer bei eidesstattlicher Versicherung angegeben
  • So was ist in der Regel gar nicht gut und sollte tunlichst vermieden werden. Zumindest, wenn man es absichtlich gemacht hat. Nach § 156 StGB kann eine solche falsche Versicherung an Eides statt mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden.

  • Vollstreckungsbescheid verkaufen
  • In letzter Zeit kommt es häufiger vor, dass Titel verkauft werden möchten. Das große Geld ist hier meistens jedoch nicht zu erwarten, so dass es für den Gläubiger meistens besser ist, die Forderung lediglich durch ein Inkassounternehmen eintreiben zu lassen.

  • Angst vor dem Gerichtsvollzieher
  • Diese Angst ist meistens unbegründet. Ich habe bisher noch keinen Gerichtsvollzieher kennengelernt, der beißen würde oder sonst irgendwelche Gewalt anwenden würde. Die Meisten sind sogar ganz nett und verständnisvoll, zumindest wenn man zeigt, dass man sich Mühe gibt die Schulden zu bezahlen.

  • Wo bekomme ich einen Haftbefehl her?
  • Einen Haftbefehl bekommen Sie meistens beim Richter Ihres Vertrauens. Dazu müssen Sie aber selbst auch einen Teil dazu beitragen. Die eidesstattliche Versicherung nicht abzugeben wäre eine Möglichkeit, oder aber einen andere, schwere Straftat verüben, wobei ich beides ausdrücklich nicht empfehlen kann. So toll ist ein Haftbefehl nun auch wieder nicht. Wobei manche Schuldner die anscheinend sammeln…


    2 Kommentare zu Fragen über Fragen

    • Zwangsvollstreckungsrecht so kurz und knapp? Da bin ich skeptisch.

      “Einen Haftbefehl bekommen Sie meistens beim Richter Ihres Vertrauens.”

      Einen Haftbefehl bekommt man IMMER und NUR vom Richter und dabei sollte man darauf achten, dass es auch der zuständige Richter des zuständigen Gerichts ist – ob das dann der Richter meines Vertrauens ist, ist mir dabei schnurz egal.

      “müssen Sie aber selbst auch einen Teil dazu beitragen. Die eidesstattliche Versicherung nicht abzugeben wäre eine Möglichkeit,”

      Der Gläubiger, der sich einen HB beschaffen will, gibt in der Regel keine eidesstattliche Versicherung ab. Der Gläubiger sollte tunlichst einen im ZV-Auftrag einen Antrag auf Erlass eines HB stellen, wenn die Voraussetzungen der §§ 807, 900, 903 ZPO vorliegen und der Schuldner zum Termin nicht erscheint oder die Abgabe grundlos verweigert.

      Im Übrigen kann ein HB auch aufgrund eines persönlichen Arrestes nacch §§ 916, 918 ZPO ergehen.

      • Wie die kurze Einleitung bereits sagt handelt es sich hierbei um einige Suchbegriffe, über die Besucher auf meine Seite gelangt sind. Es sollte keineswegs eine Einführung in das Zwansgvollstreckungsrecht sein.
        Hierzu wäre es viel zu kurz, zu unpräzise und auch zu ironisch geschrieben.

        Dennoch vielen Dank für die kurzen Erläuterungen, die für den ein oder anderen Blogbesucher sicherlich auch ganz interessant sein mögen.

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