Die Rechtsdiensleister Inkasso • Gütestelle • Zwangsverwaltung

Das Schuldner von Zeit zu Zeit versuchen uns zu überlisten und falsche Versprechungen machen ist normal. In gewisser Weise kann man dieses Verhalten sogar verstehen, schließlich könnte diese Taktik durchaus funktionieren und hat ganz offensichtlich in der Vergangenheit zumindest insoweit funktioniert, als dass zumindest Zeit gewonnen wurde.

Wenn man dann aber im dem Stadium ist, dass ein vollstreckbarer Titel vorliegt aus dem die Zwangsvollstreckung betrieben werden kann, dann sollte man spätestens beginnen den Schaden möglichst gering zu halten.

In einer aktuellen Inkassosache hatten wir zunächst außergerichtlich mit dem Schuldner verhandelt. Es wurde eine Ratenzahlungsvereinbarung getroffen die zunächst auch kurzzeitig eingehalten wurde. Nachdem die Zahlungen ausblieben wurde mit dem Schuldner mehrfach telefoniert und er sicherte die Zahlung der weiteren Raten zu.

Dann jedoch begannen die Spielchen, die man in einem Inkassounternehmen immer wieder mitbekommt. Der Schuldner rief an und teilte mit, er hätte die Rate gerade eben überwiesen und wir müssten diese die nächsten Tage erhalten. Wegen eines kleinen Engpasses hätte er sich leider um ein paar Tage verspätet und bittet dies zu entschuldigen.

Als nach zwei Tagen noch immer nichts eingegangen war, riefen wir dem Schuldner erneut an. Wenig überraschend gab es leider bei der Überweisung einen Zahlendreher (trotz IBAN!), er würde es aber sofort noch einmal überweisen.

Wie zu erwarten kam auch nun keine Zahlung, so dass wir das gerichtliche Mahnverfahren für die Mandantschaft einleiteten.

Gegen den Mahnbescheid legte der Schuldner Widerspruch ein, obwohl er die Forderung im Rahmen der Ratenzahlungsvereinbarung ausdrücklich anerkannt hatte.

Vor Gericht endete das Verfahren dann durch Versäumnisurteil zu Gunsten unserer Mandantschaft mit dem Ergebnis, dass sich die Forderung erneut um die Kosten des Verfahrens erhöht hatte.

Die Zwangsvollstreckung wurde sodann eingeleitet und die zuständige Gerichtsvollzieherin lud den Schuldner zur Abnahme der Vermögensauskunft.
Einen Tag vor dem Termin zur Abnahme der Vermögensauskunft teilte der Schuldner dann lapidar per eMail mit, dass er nicht zur Gerichtsvollzieherin gehen würde und die Forderung stattdessen in Raten bezahlen würde.

Entgegen unserem Rat willigte unsere Mandantschaft ein, dem Schuldner erneut die Chance zur Ratenzahlung zu gewähren. Der Antrag an die Gerichtsvollzieherin wurde jedoch erst nach Vorliegen der unterzeichneten Ratenzahlungsvereinbarung zurückgenommen.

Die erste Rate kam dann auch, wenn auch wieder einmal mit einigen Tagen Verspätung. Aber schon bei der zweiten Rate ging das Spielchen von vorne los. Diesmal sei die Banküberweisung auf einem herkömmlichen Überweisungsträger bei der Bank abgegeben worden und wohl einfach noch nicht gebucht worden. Er werde dort aber Dampf machen.

Es konnte kaum anders sein, als dass auch nun erneut keine Zahlung einging. Daraufhin wurde die Gerichtsvollzieherin erneut beauftragt, woraufhin sich der Schuldner dann erneut meldete.

In einer dem Schuldner eigenen arroganten Art und Weise teilte er mit, er hätte soeben die Rate für den letzten sowie den laufenden Monat überwiesen und wir sollten doch gefälligst die Gerichtsvollzieherin zurückpfeifen.

Genau dies werden wir jedoch nicht tun, da die Chance, dass es dieses Mal dauerhaft mit der Ratenzahlung klappt, nach der bisherigen Erfahrung gegen Null tendiert. Daher wird die Gerichtsvollzieherin ihren Auftrag dieses Mal ausführen und der Schuldner kann sich dann selbst überlegen, ob er wirklich nicht zum Termin zur Abnahme der Vermögensauskunft erscheinen muss. Das letzte Mal teilte er telefonisch mit, dass er auf einen solchen Quatsch keine Lust hätte und außerdem auch keinerlei Interesse daran habe, die Vermögensauskunft abzugeben. Er sei schließlich in der Finanzbranche tätig, so dass er sich solche „Spielchen“ nicht leisten könne.

Ob jedoch ein Haftbefehl, der ebenfalls im Schuldnerregister eingetragen wird, ein besseres Bild auf den Schuldner wirft, dürfte zu bezweifeln sein.
Aber der Schuldner wird schon wissen was gut für ihn ist. Mit seinen Spielchen sind wir nun, nachdem auch die Mandantschaft überzeugt ist, dass er wirklich nicht noch eine Chance verdient hat, jedenfalls durch. Jetzt muss er sich der Realität in Gestalt der Gerichtsvollzieherin sowie ggf. der ein oder anderen Pfändung stellen.

Game over.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

So erreichen Sie uns


Die Rechtsdienstleister


Mörikestraße 1
71131 Jettingen


Tel: 07452 - 75 08 29 1
Fax: 07452 - 75 08 29 0
eMail: info@die-rechtsdienstleister.de


Bürozeiten:


Montag - Donnerstag 8.30 - 12.00 Uhr
und 13.00 - 17.00 Uhr


Freitag 8.30 Uhr - 12.00 Uhr und
13.00 - 15.00 Uhr


Termine nur nach Vereinbarung!