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Es gibt zweifellos Schuldner, mit denen will man um keinen Preis auch nur einen Tag tauschen. Schuldner denen es wirklich schlecht geht und die teilweise nicht mehr nur am Rande des Existenzminimums leben, sondern teilweise sogar schon darunter.

Es gibt aber auch immer wieder Schuldner, die haben an sich ein schönes und recht komfortables Leben, bekommen ein ordentliches Gehalt und man sollte meinen, dass man damit ganz locker über die Runden kommen sollte. Sollte man meinen.

Genau diese Schuldner sind es meistens, die einem nach einer Pfändung o.ä., bei der vielleicht auch wirklich mal was gepfändet werden kann, einem mit ihrem ständigen gejammer, wie schwer sie es doch haben und wie schlecht es ihnen doch geht, gehörig auf die Nerven gehen können.

Schuldner, die sowieso schon fast nichts zum leben haben zeigen da meistens deutlich mehr Engagement, wenn es darum geht ihre Schulden aktiv anzupacken und, wenn auch nur in winzigen Schritten, nach und nach abzubezahlen.

Um ehrlich zu sein sind mir diese Schuldner tausendmal lieber. Oft sind sie sich dessen bewusst, dass sie nicht ganz unverschuldet in den Schlamassel geraten sind und versuchen deshalb mit aller Kraft da auch wieder herauszukommen. Oft sind aber gerade die Schuldner, die mehr oder weniger problemlos ihre Schulden tilgen könnten, in dieser Hinsicht völlig uneinsichtig und schieben die Schuld grundsätzlich auf andere.

In einigen der aktuellen Fälle zeigt sich dies wieder sehr deutlich. Die Schuldner, die zahlen könnten, jammern schon bei der kleinsten Rate. Einige von diesen Schuldnern könnten die Forderung sicherlich auch in deutlich höheren Raten begleichen, was dann meist nach einigen zähen Verhandlungen auch vereinbart werden kann. Es zeigt sich aber auch immer wieder, dass gerade die “armen” Schuldner häufiger versuchen ihre Ratenzahlungsvereinbarungen auch wirklich einzuhalten, wo hingegen die “reichen” Schuldner es damit oft nicht so ganz genau nehmen.

Gerade die Ausrede, man müsste die nächste Zeit dann hungern, wenn wir die und die Maßnahmen nicht wieder aufheben würden, hört man oft. Ostern rückt näher und da schmerzt eine Kontopfändung natürlich doppelt, was sicherlich auch ein Grund ist, wieso sich kurz vor  Ostern so viele Schuldner nach der Pfändung ihres Bankkontos plötzlich melden und versuchen die Pfändung irgendwie noch vor Ostern aufgehoben zu bekommen.

Insgesamt muss man die “armen” Schuldner fast schon bewundern, mit welcher Gelassenheit sie sich ihren Schulden stellen und diese aktiv abarbeiten. Das Jammern der “reichen” Schuldner kann man da schon manchmal nicht mehr hören – und das bei Schuldnern, die sicherlich mehr als der Durchschnitt verdienen. Wenn das nicht jammern auf hohem Niveau ist, was dann?


Ein Kommentar zu Jammern auf hohem Niveau

  • Aufschlussreicher Beitrag. Sicher kein Fehler, sich damit detailierter zu beschaeftigen. Werde auf jeden Fall die weiteren Beitraege im Auge behalten.

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