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Im Frühjahr 2009 schlossen wir mir einem Schuldner, einer Firma im Pflegebereich, eine Ratenzahlungsvereinbarung ab.
Zunächst wurden die Raten dann auch immer pünktlich bezahlt, aber im Laufe der Zeit nahm es die Firma mit dem Datum nicht mehr so genau oder lies sogar die ein oder andere Rate großzügig ausfallen.

Das ständige mahnen fruchtete leider nicht wie gewünscht, so dass wir uns vor wenigen Wochen dazu entschlossen, Mahnbescheid zu beantragen.
An sich sollte hierbei nichts schief gehen können, da der Schuldner auch ein Schuldanerkenntnis abgegeben hat.

Kurz nach der Zustellung des Mahnbescheids ging dann die Widerspruchsnachricht des Mahngerichts ein. Wie nicht anders zu erwarten natürlich ohne Begründung.

Der Anruf beim Schuldner ergab, dass dieser den Widerspruch auch nicht begründen kann und eigentlich auch keinerlei Einwände gegen die Forderung oder deren Höhe bestehen.
Er wollte die Widerspruch jedoch auch nicht zurücknehmen, da er ja schließlich seine Raten “meistens” bezahle. Das die Raten teilweise ein paar Tage, teilweise 3 Wochen später als vereinbart erst eingehen interessierte ihn nicht. Er bezahle ja schließlich.
Wir einigten und dann zunächst so, dass er noch eine letzte Gnadenfrist bekommt und wir vorerst nicht die Abgabe an das Prozessgericht beantragen werden, wenn er seine Raten ab sofort pünktlich und in voller Höhe bezahlt.
Ich hatte eigentlich auch den Eindruck, dass er es jetzt verstanden hat, dass es für ihn langsam unangenehm wird, wenn er sich nicht an das vereinbarte hält.

Anscheinend war das jedoch ein Irrtum, den bereits die nächste Rate ging wieder nicht fristgerecht ein.

Nach Rücksprache mit dem Mandanten sahen wir jedoch erst einmal von dem Gerichtsverfahren ab und entschlossen uns, die vom Schuldner eingeräumte Abtretung seiner Ansprüche gegen die Krankenkassen zu nutzen. Die Abtretung wurden daraufhin den vier größten Krankenkassen offengelegt und bereits kurz darauf teilte uns die erste mit, dass sie die Abtretung anerkenne und künftig bis zur Bezahlung der Forderung nur noch an uns leisten wird.

Die Sachbearbeiterin die mich hierüber vorab per Telefon informierte teilte mir weiter mit, dass sie den Schuldner bereits von der Abtretung in Kenntnis gesetzt hätten.

Anscheinend hat es gewirkt, denn bereits gestern erhielt ich die Rate für Mai. Und das, obwohl diese erst zum 20. fällig wäre.

Eigentlich wirklich schade das manche anscheinend den Druck brauchen ehe sie merken das es kein Spiel ist sondern bitterer Ernst.
Aber den Schuldnern die genau diesen Druck brauchen kann ja geholfen werden.


2 Kommentare zu Manche brauchen den Druck

  • Muss man nicht bei Ratenzahlungsvereinbarung was unterschreiben? die widerspruch war doch voll unnötig, wenn man die Schulden noch nicht voll bezahlt haben und selber die termine versäumt hat..

    • Selbstverständlich muss man bei der Ratenzahlungsvereinbarung etwas unterschreiben. Der Widerspruch war auch deshalb unnötig, weil der Schuldner in der Vereinbarung auch die Schuld anerkannt hat und dies auch nie bestritten hat.

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