Die Rechtsdiensleister Inkasso • Gütestelle • Zwangsverwaltung

Gerade eben telefonierte ich mit einem Amtsgericht in der thüringischen Provinz, da wir vor rund fünf Wochen zwei Pfändungs- & Überweisungsbeschlüsse beantragt hatten und auch auf unsere schriftliche Sachstandsanfrage hin keinerlei Nachricht kam.

Die Rechtspflegerin teilte mir mit, dass dort wohl momentan das totale Chaos herrscht, da sie alleine für sämtliche Zwangsvollstreckungsangelegenheiten zuständig sei und lediglich eine Justizfachangestellte als Hilfe hätte.
Anscheinend wurden dort vor kurzem einige Stellen gestrichen, so dass jetzt noch nicht einmal das Notwendigste zeitnah bearbeitet werden kann.
Wartezeiten von 3 – 4  Monaten für einen Pfändungsbeschluss seien hier momentan leider die Regel.

Die Frage, wie lange es den bei uns in der Gegend in der Regel dauern würde, bis ein PfüB erlassen wird, hätte die Rechtspflegerin wohl besser nicht gestellt, denn man merkte ihr selbst über die Distanz hinweg den Neid über diese paradiesischen Zustände (in der Regel nicht länger als 2 Wochen) und auch den Frust und Ärger über die dortige Situation an.

Aber das Problem scheint wohl nicht nur in Thüringen zu bestehen, sondern auch in Hamburg.
Dort warten wir nun bereits ebenfalls 6 Wochen auf den Erlass des Pfändungs- & Überweisungsbeschlusses. Dort soll es momentan jedoch wohl eher am Krankenstand sowie der Urlaubszeit liegen.

Es ist aber immer wieder gut, wenn man hört, wie lange es anderswo dauert und wie “verwöhnt” wir hier doch teilweise sind, zumindest was die Bearbeitungsdauern angeht. Teilweise sind die Probleme jedoch sicherlich auch hausgemacht, zumindest wenn man sich mal anschaut, wegen was die Gerichte die Antragsteller per Post anschreiben. Vieles davon könnte man wesentlich schneller und effizienter per Telefon, Fax oder eMail klären und könnte so dann oft die Akte noch am selben Tag als erledigt ablegen. Stattdessen wird die Akte dann mit einer großzügigen Frist auf Wiedervorlage gelegt um diese dann einige Wochen später erneut hervorzuholen und dann abzuschließen.

Sicher ist jedoch, dass die aller Meisten der bei den Gerichten Beschäftigten ihr Möglichstes tun um die Akten schnell und sauber zu bearbeiten.
Ausnahmen gibt es selbstverständlich auch dort, aber mal ehrlich, wo gibt es die nicht?


3 Kommentare zu Paradiesische Zustände

  • Der ständige Wechsel vom Pluralis Majestatis zum Ich und umgekehrt erschwert das Lesen etwas, führt aber wegen der Selbstüberschättzung auch zur Heiterkeit.
    Danke dafür.

  • Darf ich Eure Majestät ersuchen, ‘wir’ am Wortanfang mit einem Gr0ßbuchstaben zu schreiben?

  • Wenn 2 kleinkarierte Kommentatoren sich aufspielen wollen…

    Es ist immer wieder witzig (oder traurig), wenn Politiker aus Sparsamkeit irgendwo Stellen streichen, um dann nachdem es brenzlig wird sogar noch mehr Stellen zu schaffen.
    Das wird auch in Thüringen geschehen, wenn das Thema erst mal in den Medien hochkocht.

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