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Tag für Tag erhalten wir hier etliche Vermögensauskünfte, die wir den Schuldnern durch den Gerichtsvollzieher abnehmen lassen.

In einer Vermögensauskunft muss der Schuldner sämtliche Vermögenswerte angeben, die er zu diesem Zeitpunkt besitzt und die Richtigkeit der Angaben an Eides statt versichern.
Abgefragt werden hierbei vom Gerichtsvollzieher neben den persönlichen Daten wie Geburtsdatum, Familienstand und Kindern auch Informationen über einen Arbeitgeber, selbstständige Tätigkeiten oder auch zu Konten, Aktien, Wertgegenständen, etc.

Obwohl man bei der Anzahl der täglich eingehenden Vermögensauskünfte meinen sollte, man hätte schon alles gesehen, wird man doch immer wieder überrascht.

So erhielten wir nun eine Vermögensauskunft, die ansich keine Besonderheiten aufwies. Die Schuldnerin ist verheiratet, hat 2 Kinder und war bis vor ca. einem halben Jahr selbstständig. Nun lebt die Familie vom Einkommen des Ehemanns und dem Kindergeld. Insgesamt knapp 1.400 Euro.

Unter dem Punkt “Ansprüche aus Nebenverdienst” wurde jedoch nicht nur “Nein” angekreuzt, was völlig ausreichend wäre, stattdessen scheint die Gerichtsvollzieherin die Dame auch noch gefragt zu haben, ob es Nebeneinkünfte aus Schwarzarbeit gäbe.

Schwarzarbeit

Schwarzarbeit

Es bleibt bei dieser Angabe natürlich die Frage, ob man hier, trotz dessen, dass die Dame die Richtigkeit der Angaben an Eides statt versichern muss und sie sich andernfalls strafbar machen würde, davon ausgehen kann, dass die Antwort der Wahrheit entspricht.

Andererseits, würde sie tatsächlich schwarzarbeiten, wäre die Frage, welche Straftat weniger ins Gewicht fällt. Die Schwarzarbeit offenlegen, dafür aber keine falsche Versicherung an Eides statt oder die Schwarzarbeit verheimliche, so eventuell nicht aufzufliegen und dafür jedoch ggf. auch noch zusätzlich wegen der falschen Versicherung an Eides statt belangt zu werden. Ein Risiko wäre beides.


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