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Heute erhielt ich in einer Forderungssache ein Schreiben in dem mir der Schuldner auf einer ganzen DIN A4 Seite erklärte, dass er auf sein letztes Schreiben verweist.

Neues konnte ich dem Schreiben beim besten Willen und trotz intensiver Bemühungen nicht entnehmen.
Im Gegenteil. Der Schuldner brachte die selben, inhaltlich völlig falschen Einwände, die ich ihm schon in meiner Antwort auf sein letztes Schreiben förmlich um die Ohren gehauen habe.

So besteht er nach wie vor darauf, dass mein Mandant eine Nachbesserung durchführt für eine Leistung die nicht von ihm, sondern von einer völlig anderen Firma erbracht wurde, die nicht einmal im Entferntesten etwas mit der Firma meines Mandanten etwas zu tun hat.
Mein Hinweis, dass er sich mit seiner Mängelrüge bitte an den richtigen Ansprechpartner wenden möge scheint er wieder einmal (mittlerweile zum 4. Mal!) nicht zur Kenntnis genommen zu haben.

Einige Sätze später behauptete der Schuldner dann, dass wir die Mängelbeseitigung abgelehnt hätten, was an sich auch richtig ist, allerdings mit der Einschränkung, dass wir mitgeteilt haben, für etwaige, von meinem Mandanten verursachte Mängel (!) selbstverständlich eintreten zu wollen.
Von einer Verweigerung kann somit nur für die fälschlicherweise bei uns geltend gemachten Mängel gelten. Diese hat der Mandant jedoch auch nicht zu vertreten, so dass auch der vom Schuldner großzügig gebildete Abschlag nicht einzubehalten ist.

Zu guter Letzt kam dann der mittlerweile schon fast obligatorische Verweis, dass die von uns berechneten Inkassokosten nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Gebühren entsprechen und somit nicht anerkannt werden.
Blöd nur, dass Inkassogebühren in keinem Gesetz vorgeschrieben sind und wir uns gemäß der h.M. in Rechtsprechung und Literatur an den vergleichbaren Rechtsanwaltsgebühren orientieren.

Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob er das wirklich ernst meint, was er uns hier immer wieder an Unsinn auftischt, oder ob er die Falschheit seiner Ausführungen einfach nicht erkennen kann.
Vielleicht hilft ja ein Gespräch weiter? Wobei ich auch hierfür wenig Hoffnung habe. Er wird es wohl weder schriftlich noch mündlich noch sonst wie verstehen. Wahrscheinlich muss ihm das demnächst ein Gericht erklären. Vielleicht versteht er es dann.

Schade eigentlich, er hätte es so günstig haben können.


2 Kommentare zu Schwer von Begriff oder einfach nur dreist?

  • “Einige Sätze später behauptete der Schuldner dann, dass wir die Mängelbeseitigung abgelehnt hätten, was an sich auch richtig ist, allerdings mit der Einschränkung, dass wir mitgeteilt haben, für etwaige, von meinem Mandanten verursachte Mängel (!) selbstverständlich eintreten zu wollen.”

    Das ist anscheinend ein Fall für einen Gerichtsgutachter, sollte es zu einer Klage kommen. Wenn der Mandant keine genaue Dokumentation seiner Arbeiten vorweisen kann, kann das mit etwas Pech auch für den Mandanten vor Gericht richtig teuer werden.

    • Keine Sorge, die Arbeit meines Mandanten wurde bis ins kleinste Detail dokumentiert und sogar vom Schuldner durch Unterschrift abgezeichnet. Der Mandant ist was das angeht eine löbliche Ausnahme. Leider hat man so eine lückenlose Dokumentation nicht oft. Das würde die Argumentation und den Beweis oft erheblich erleichtern.

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