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Inkassounternehmen

Schwarze Schafe gibt es selbstverständlich auch bei den Inkassounternehmen. Doch woran erkennt man ein seriöses Inkassounternehmen und wodurch lassen sich unseriöse Geldeintreiber entlarfen? Wir zeigen Ihnen die Unterschiede auf.

Unterschiede zwischen seriösen Inkassounternehmen und unseriösen GeldeintreibernSeriöses Inkasso

1. Zulassung & Registrierung

Seriöse Inkassounternehmen besitzen eine Zulassung durch den Präsidenten des zuständigen Amts- oder Landgerichts. Zudem sind sie im Rechtsdienstleistungsregister (www.rechtsdienstleistungsregister.de) registriert. Wir sind dort unter dem Aktenzeichen 371 a – 903 des Landgerichts Stuttgart registriert.

2. Nachweis der Vollmacht

Ohne Vollmacht kein Inkasso. Zuverlässige Inkassodienstleister legen bereits im ersten Schreiben an den Schuldner ihre Bevollmächtigung dar und weisen diese gegenüber dem Schuldner unaufgefordert nach. Durch die Vollmacht wird der Nachweis der Berechtigung durch den Forderungsinhaber geführt. Das Inkassounternehmen ist damit berechtigt und beauftragt, die Forderung gegenüber dem Schuldner geltend zu machen.

3. Nachweis des Forderungsgrunds

Einem seriösen Inkassoschreiben liegt grundsätzlich eine berechtigte Forderung zugrunde. Der Schuldner muss bereits im ersten Schreiben erkennen können, um welche Forderung es sich konkret handelt. Seriöse Inkassobüros geben daher zumindest das Rechnungsdatum und die Rechnungsnummer an. Wir fügen unseren Schreiben in aller Regel sogar eine Rechnungskopie bei, so dass die Schuldner sofort wissen worum es sich handelt. Unseriöse Geldeintreiber bedienen sich oft nebulöser Angaben oder teilen sogar keinerlei Details zur Forderung mit, sondern weisen nur einen Gesamtbetrag aus. Oftmals handelt es sich hierbei um vermeintliche Ansprüche aus sog. Abofallen o.ä.

4. Bemühung um Klärung bei Unstimmigkeiten

Geldeintreiber wie etwa Moskau Inkasso (hierbei handelt es sich nicht um ein Inkassounternehmen!) haben keinerlei Interesse daran, etwaige Unstimmigkeiten aus der Welt zu schaffen. Hier geht es einzig und alleine darum Geld einzutreiben. Die Mittel und Wege hierzu sind letztlich völlig egal. Ein seriöses Inkassobüro versteht sich hingegen als Vermittler zwischen dem Gläubiger und dem Schuldner. Aus diesem Grunde sind seriöse Inkassodienstleister stets bemüht, Unstimmigkeiten aus der Welt zu schaffen um so für alle Beteiligten eine gute Lösung zu erreichen. Dies führt auch dazu, dass die Beziehung zum säumigen Kunden in aller Regel keinen dauerhaften Schaden nimmt, da man auf die Probleme eingeht und konstruktive Lösungen sucht.

5. Keine Drohungen

Wer kennt ihn nicht, den berüchtigten schwarzen Mann. Groß, muskelbepackt, Sonnenbrille, Glatze, breites Kreuz und schwarzer Anzug. Nach Bedarf gerne auch mit ausländischem Akzent und einer unmissverständlichen Art dem Schuldner gegenüber. So oder so ähnlich ist leider teilweise immer noch das Bild von einem Inkassounternehmen. Die Realität hat mit diesem Klische nichts gemeinsam. Seriöse Inkassounternehmen setzen zwar durchaus auch Außendienstmitarbeiter ein, diese haben teilweise sicherlich auch einen Anzug an, allerdings sind seriöse Dienstleister auf eine einvernehmliche Lösung aus und zeigen den Schuldnern Wege auf, wie sie die Schulden bewältigen können ohne Angst und Drohungen.

6. Ausschöpfung aller rechtlich zulässiger Möglichkeiten

Seriöse Inkassounternehmen tun alles um die berechtigte Forderung ihres Auftraggebers einzutreiben. Wir auch. Nur bewegen wir uns hier stets und ohne Ausnahme im rechtlich zulässigen Bereich. Von der einfachen Mahnung bis hin zur Beauftragung des Gerichtsvollziehers oder auch der Beantragung eines Haftbefehl zur Erzwingung der Vermögensauskunft stehen seriösen Inkassodienstleistern viele Werkzeuge bereit um ggf. auch mittels staatlicher Zwangsmaßnahmen die Forderung zu realisieren. Wir haben es daher nicht nötig, die Schuldner einzuschüchtern oder gar handgreiflich zu werden.

7. Keine Phantasiegebühren

Inkasso kostet Geld, keine Frage. Wie jeder Handwerker seinen Stundenlohn verlangt, leben auch Inkassounternehmen nicht allein von Luft und Liebe, sondern letztlich vom Verdienst für deren Tätigkeit. Seriöse Inkassobüros halten sich hierbei an die gesetzlichen Vorgaben, die die Höhe der Gebühren mehr oder weniger an den Gebühren der Rechtsanwälte orientieren. Zudem können zuverlässige Inkassounternehmen grundsätzlich jede Auslage belegen. Unseriöse Geldeintreiber dagegen verlangen zum Teil horend Gebühren die jeder rechtlichen Grundlage entbehren und pumpen zusätzlich die Forderungen durch unberechtigte Auslagen auf.

Sollten Sie jemals Post oder Besuch von solche unseriösen Geldeintreibern erhalten raten wir Ihnen dazu, sich zu wehren. Bezahlen Sie nicht und erstatten Sie ggf. Anzeige bei der Polizei. Sofern Sie sich unsicher sind lassen Sie sich in jedem Fall die Rechnung und die Vollmacht vorlegen.

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Konstantin Gastmann  / pixelio.de

Seit Montag sendet Kabel 1 täglich um 19 Uhr die Reihe “Die Geldeintreiber – Gnadenlos gerecht” und will damit den Zuschauern den Arbeitsalltag eines Inkassounternehmens nahe bringen.

Wie es auch fast nicht anders sein kann für ein solches Format werden sämtliche Klisches gegenüber Inkassounternehmen bedient. Daher gehen Chef Sammy und sein Kollege Machete natürlich auch nur in schwarz zum Schuldnerbesuch und stählen ihre Muskeln natürlich auch regelmäßig im Fitnessstudio. Das sich die beiden “seriösen Geschäftsmänner” gleich im Vorspann, der bei” Abenteuer Leben” gezeigt wurde, prügeln passt natürlich auch ins Bild vom bösen schwarzen Mann.
Nett ist auch der angebliche Anwalt, der, wie sein Chef Sammy so treffend formuliert hat, immer schnell den Papierkram unterschreibt, damit die beiden Eintreiber loslegen können. Abgesehen davon, dass ich nicht davon ausgehe, dass der “Anwalt” wirklich über eine Zulassung als Rechtsanwalt verfügt, glaube ich nicht, dass sich auch nur ein Anwalt finden wird, der halbwegs seriös ist und sich für so ein “Unternehmen” hergibt.

Aber wen interessiert schon der wirkliche Arbeitsalltag eines seriösen Inkassounternehmens, wenn es doch, zumindest aus Sicht der Fernsehsehnder, viel spannender ist, wenn man sämtliche noch so realitätsfremde Klisches bedient und immer wieder das Märchen vom bösen schwarzen Mann erzählt, der notfalls mit brutaler Gewalt das Geld eintreibt. Das Ganze dann jedoch auch noch als Inkassounternehmen zu verkaufen ist an Unverschämtheit und Quotengier nicht mehr zu übertreffen.

Denn genau das ist es, was letztlich zählt. Die Quote muss stimmen.
Ob man dabei nebenher noch eine ganze Branche in den Dreck zieht, die, von einigen Einzelfällen abgesehen, seriös und zuverlässig im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten die offenen Forderungen beitreibt, dass interessiert letztlich dort niemanden.

Da muss man sich auch nicht wundern, dass sicherlich in jedem Inkassounternehmen regelmäßig irgendwelche Gläubiger anrufen, die nichts gegen ein “härteres Vorgehen” haben. Erst letztlich hatten wir hier einen Anrufer, der genau das von uns wollte. “Gerne auch mit Finger abschneiden und so”, so seine Bitte an uns. Das wir solche Aufträge von vornherein ablehnen und den Anrufern auch dringend raten, von solchen Dingen zukünftig die Finger zu lassen ist für uns selbstverständlich. Und das sicherlich nicht nur für uns.

Es wird wirklich Zeit, dass das Fernsehen mal den wirklichen und realistischen Alltag eines Inkassounternehmens zeigt. Und wer weiß, wenn die Quote nicht wäre, hätte es dies vielleicht sogar schon mal gegeben.

Heute morgen erreichte mich eine Nachricht eines Schuldners, der seine Schulden gerne in Raten abbezahlen möchte.
Ich hätte mehrere Mahnverfahren gegen ihn betrieben und er könnte nun kleinere Raten bezahlen damit er endlich seine Schulden los wird.

Eigentlich bin ich in einem solchen Fall ja hoch erfreut, nicht so in diesem.
Der Schuldner gibt in seiner Nachricht mehrere Geschäftszeichen der gegen ihn ergangenen Vollstreckungsbescheide an.
Da mir noch nicht einmal der Name des Schuldners ansatzweise bekannt vorkommt bat ich um die entsprechenden Aktenzeichen die sich für gewöhnlich auf jedem meiner Schreiben befinden.

Kurze Zeit später erhielt ich eine weitere Nachricht mit den Aktenzeichen sowie der Bezeichnung der Gläubiger. Darunter eine Bank sowie eine Privatperson aus Berlin.

Auch mit den Aktenzeichen konnte ich jedoch nichts anfangen, so dass ich das Ratenzahlungsgesuch leider ablehnen musste. Eigentlich schade drum, so oft kommt es leider auch nicht vor, dass sich die Schuldner von selbst melden und dann auch noch Ratenzahlung anbieten.
Dafür wird sich jetzt wahrscheinlich einer meiner Kollegen über so einen einsichtigen und willigen Schuldner freuen. Die Rate ist zwar nicht groß, aber Kleinvieh macht eben auch Mist.

Bereits am 15. April 2010 berichtete das ZDF in seiner Sendung “Hallo Deutschland” über die tägliche Arbeit eines Inkassounternehmens.

In dem Beitrag wird der Kollege Michael Müller zu einigen Schuldnern begleitet. Die gezeigte Arbeitsweise entspricht der, wie man es wohl bei den meisten Inkassounternehmen antrifft. Gerade der Aspekt, dass man nicht einfach nur den Schuldnern das Geld aus der Tasche ziehen will, sondern dass man teilweise auch motivieren muss, Perspektiven aufzeigen, oder auch einmal Tipps gibt wie man seine Schulden bewältigen kann, macht die Arbeit als Inkassobevollmächtigter so interessant und abwechslungsreich.

Trotz allem hängt der Branche nach wie vor ein negativer Ruf an, der sicherlich nicht zuletzt durch einige Schwarze Schafe entstanden ist.
Wenn man jedoch nach Abschluss eines Inkassomandats die Schuldner erneut auf der Straße trifft und diese einen sogar zum Kaffee einladen, damit man sich mal wieder sieht, dann zeigt das meiner Ansicht nach, dass wir nicht immer die Bösen Blutsauger sind für die man uns hält.

Selbstverständlich arbeiten nicht alle Inkassounternehmen so, aber mir ist es lieber ich helfe einem Schuldner wieder auf die Beine und er bezahlt dann gerne seine Schulden. Damit ist allen geholfen. Der Gläubiger bekommt sein Geld und der Schuldner hat wieder die Chance neu anzufangen – ich denke das ist keine schlechte Sache!

Das Video ist in der ZDF-Mediathek abrufbar.

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