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Insolvenz

PrivatinsolvenzGenerell gilt während der Insolvenz das Verbot der Einzelzwangsvollstreckung. Damit sind während der Dauer der Insolvenz sämtliche Vollstreckungsmaßnahmen der Insolvenzgläubiger verboten. Dieses Verbot gilt allerdings nicht für sog. Neugläubiger, also Gläubiger, deren Anspruch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstanden sind. Diese Forderungen fallen auch nicht unter die Restschuldbefreiung.

Auf Grund der Abtretung der pfändbaren Einkommen an den Insolvenzverwalter, die Voraussetzung des Insolvenzverfahrens ist, hat man auch als Neugläubiger auch während der Wohlverhaltensphase relativ schlechte Chancen die Forderung realisieren zu können.

Dennoch gibt es eine Mögklichkeit, die hin und wieder zum Erfolg führen kann, wie folgender Fall zeigt:

Der Schuldner hatte vor einigen Jahren Privatinsolvenz beantragt. Das Verfahren wurde eröffnet und nach rund einem Jahr wieder aufgehoben. Die Restschuldbefreiung wurde dem Schuldner angekündigt und die Wohlverhaltensphase begann.

Mitte 2015 dann, weit nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens, bestellte der Schuldner einige Waren bei unserem Mandanten. Diese bezahlte er jedoch nicht, so dass ein Titel gegen ihn erwirkt wurde. Weiterlesen

wenn man in seinen eigenen Angelegenheiten nachlässig ist.

So ist es mir dummerweise in einer Sache passiert, in der der Mandant verstorben ist und dessen Unternehmen nun seit einiger Zeit nicht fortgeführt wird, sondern darauf wartet, dass sich die Erben endlich entscheiden wie es weitergehen soll.

Es wurden zwar regelmäßig Anfragen beim Vater des Verstorbenen gemacht, der die Angelegenheit regelt, doch bislang kam immer nur die Antwort, dass sich noch nichts getan habe und die Situation unverändert sein.

Es wurden auch hin und wieder Anfragen beim Nachlass- und Insolvenzgericht gemacht, aber irgendwie ist die Sache dann dieses Jahr doch durchgerutscht bzw. ich hatte mich auf die Aussagen des Vaters verlassen.

Nun musste ich feststellen, dass bereits im Februar 2010 Insolvenzantrag gestellt wurde. Der Vater erklärte mir jedoch noch im Mai, dass sich bisher nichts an der Situation geändert habe. Auch musste ich feststellen, dass das Insolvenzverfahren am 01. Juni 2010 eröffnet wurde und dass der Prüfungstermin bereits am 10. August 2010 war.

Blöd nur, dass ich das alles erst vor einigen Tagen bemerkte, als ich die Sache zur Wiedervorlage auf dem Tisch hatte. Der Anruf beim Insolvenzverwalter ergab, dass derzeit mit einer Quote zwischen 0 % und 5 % gerechnet wird, wobei die Tendenz eher gegen 0 % geht.

Die Gebühr für einen zusätzlichen Prüfungstermin können wir uns daher sparen, zumal unsere Forderung nur knapp 175 Euro beträgt. Wir werden daher die Forderung nicht zur Tabelle anmelden, sondern sie als dummen Fehler verbuchen, der mir sicherlich nicht nochmal passieren wird.

Man sollte eben nicht nur die Akten der Mandanten ständig kontrollieren, sondern auch seine eigenen. Obwohl das bisher die Erste und Einzige Akte ist, die wir in eigener Sache hatten.

Aber wie sagt man so schön, aus Fehlern kann man lernen. Und genau das tun wir auch!

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts Deutschland in Wiesbaden ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzverfahren im August 2009 um 12,3 % gegenüber August 2008 auf insgesamt 2 619 Unternehmensinsolvenzen gestiegen.

Die Verbraucherinsolvenzen mit 7 858 Fällen im August 2009 nahmen um 0,3% gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Insgesamt wurden, zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen, 12 874 Insolvenzen registriert. Das waren 3,5% mehr als im August 2008.

Schätzungen zufolge hat sich auch die Summe der offenen Forderungen drastisch erhöht. Von rund 2,2 Milliarden Euro im August 2008 auf rund 4,3 Milliarden im August 2009 – dies bedeutet einen Anstieg um über 95 %!

Quelle: Statistisches Bundesamt

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