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Mahnbescheid

Es ging um Kosten aus einem Dienstleistungsvertrag zwischen unserer Mandantin und ihrem damaligen Auftraggeber, der ihr noch rund 1.500 € schuldete.

Zunächst zeigte sich der Schuldner auf unser Schreiben hin kooperativ und einsichtig. Er teilte uns sogar schriftlich mit, dass er die Forderung unserer Mandantin in vollem Umfang inkl. Zinsen und Kosten anerkannen würde und schlug vor, eine Ratenzahlung zu vereinbaren.

Wie häufiger kam die gewünschte Ratenzahlung nicht zustande, da der Schuldner die Vereinbarung nicht zurücksendete und auch die Ratenzahlung nicht aufnahm. Stattdessen leistete er eine kleinere Einmalzahlung direkt an die Mandantin mit der Bitte, dass man die Sache ohne das Inkassounternehmen klären möge. Doch darauf ließ sich die Mandantin nicht ein, sondern bat uns beim zuständigen Mahngericht die Titulierung zu veranlassen.

Der Mahnbescheid wurde dem Schuldner dann am 24.12.2010 zugestellt und nachdem die zweiwöchige Frist abgelaufen war, wollten wir den Vollstreckungsbescheid beantragen. Zu diesem Zweck riefen wir kurz bei der Mandantin an, ob sie weitere Zahlungen erhalten habe.

Die Mandantin hatte tatsächlich eine Zahlung des Schuldners in Höhe der exakten Restforderung erhalten, jedoch wurde diese Buchung durch die Bank als Irrläufer postwendend zurückgebucht. Die Nachfrage bei der Bank ergab, dass der Schuldner wohl als Zahlunsgempfänger eine völlig andere Person angegeben hat, die übrigen Daten jedoch das Konto unserer Mandantin betreffen würden.

Ein Trick, den mittlerweile schon mehrere Schuldner versucht haben, um die Beantragung des Vollstreckungsbescheids zumindest um einige Tage hinauszuzögern. Was genau der Sinn dahinter ist konnte uns bisher keiner der Schuldner genau erläutern. Anscheinend soll es ein Tipp aus dem Internet sein.

Der Vollstreckungsbescheid wurde dann jedoch trotzdem beantragt, da die Zahlung von der Bank wieder zurückgebucht wurde. Der Schuldner wird also in den nächsten Tagen erneut Post vom Mahngericht bekommen und wir werden uns dann mittels einer Pfändung aus seinem Bankguthaben bedienen.

Dabei hätte er es eigentlich so viel günstiger haben können. Aber wer nicht hören kann muss eben fühlen.

Wie in jedem Jahr sollte man sich langsam aber sicher um seine Forderungen aus dem Jahr 2007 kümmern.

Selbst wenn Sie seit Jahren ihr tristes Dasein in einem dunklen Aktenordner mit der Aufschrift “Offene Posten” fristen ist es nicht zu spät noch etwas zu retten. Hierzu ist jedoch etwas Eile geboten, denn zum 31.12.2010 verjähren die Ansprüche aus dem Jahr 2007.

Um die Verjährung wirksam zu unterbrechen gibt es einige Möglichkeiten wie beispielsweise die Klageerhebung oder auch die Beantragung eines Mahnbescheids.

Die in den meisten Fällen sinnvollste, schnellste und auch kostengünstigste Möglichkeit die Verjährung der Ansprüche zu verhindern ist die Titulierung der Forderung mittels Mahn- und Vollstreckungsbescheid. Neben der deutlich kürzeren Bearbeitungsdauer fällt auch nur eine einfache Gerichtsgebühr an. Bei der Titulierung mittels Klage ist es hingegen eine dreifache Gerichtsgebühr.

Unser Rat:
Kontrollieren Sie spätestens bis Ende November Ihre Außenstände hinsichtlich der Rechnungen und Ansprüche aus dem Jahr 2007 und rufen Sie uns kostenlos und unverbindlich unter 07452 9292722 an.
Wir beraten Sie gerne im Hinblick auf die verschiedenen Möglichkeiten Ihre Ansprüche auch nach dieser Zeit noch erfolgreich einzutreiben und zu sichern.

Ihr Vorteil:

Anders als bei einem Anwalt der seine Gebühren nach dem Gegenstandswert berechnet sind unsere Gebühren für die Betreibung des Mahnverfahrens auf
25 Euro
begrenzt!

Sie erreichen uns sowohl telefonisch unter 07452 9292722 als auch per eMail unter info@stuttgart-inkasso.de

Vergangene Woche erreichte mich eine dramatische eMail eines Schuldners.
Wir hatten ihm vor ca. 3 Wochen das Konto sowie das Arbeitslosengeld gepfändet, da er uns weder die von ihm gewünschte Teilzahlungsvereinbarung zurücksendete, noch die Ratenzahlung aufnahm.

Also beantragten wir zunächst den Mahn- bzw. Vollstreckungsbescheid und pfändeten dann postwendend sein Bankkonto sowie seine Ansprüche gegen die Agentur für Arbeit.

In der eMail teilte mir der Schuldner dann mit, dass er soeben von der Pfändung erfahren habe. Der PfüB wurde dem Schuldner jedoch bereits vor rund 2 Wochen durch den Gerichtsvollzieher zugestellt.
Die Pfändung würde ihm den “Todesstoß” versetzen. Komisch nur, dass er erst durch die Nachricht seiner Bank davon erfahren hat, dass sein Konto gesperrt ist. Ganz so dringend muss er dass dort liegende Geld ja wohl nicht benötigen, wenn er seit mehr als zwei Wochen nicht mehr auf der Bank war um Geld abzuheben o.ä.

Wie üblich sah der Schuldner natürlich nicht ein, wieso die Pfändung beantragt wurde. Er habe die Vereinbarung doch zurückgeschickt und auch sonst alles getan.
Das mag ja sein, nur die beiden wichtigsten Dinge, nämlich die Rücksendung der Vereinbarung sowie die Ratenzahlung, hat er offensichtlich völlig vergessen. Daher auch die Pfändung und die vorherige Titulierung die ihm unter Umständen schon daran erinnert haben könnte, dass da wohl noch was fehlt.

Ich antwortete ihm dann, dass wir gerne eine neue Vereinbarung schließen können, unter der Voraussetzung, dass die Forderung in 4 Monaten vollständig bezahlt ist. Wir würden dann nach Eingang der ersten Rate die Pfändung vorläufig ruhendstellen und nach vollständiger Bezahlung selbstverständlich gerne aufheben und ihm den Titel aushändigen.

Obwohl die eMail sehr dringend und verzweifelt klang, habe ich bis heute noch nichts von ihm gehört.
Ob es dann wirklich so dringend gewesen sein kann?

Manchmal hat man Fälle die scheinen völlig aussichtslos.
Die Hauptforderung betrug knapp 200 Euro, an Kosten wollte man eigentlich auch nicht viel reinstecken und der Schuldner war nicht auffindbar. Also wurde die Sache auf Wunsch des Mandanten im Frühjahr 2009 eingestellt und nicht weiterverfolgt.

Da ich es jedoch nicht gerne auf mir sitzen lasse, dass sich ein Schuldner aus dem Staub gemacht hat, besuchte ich seine ehemalige Vermieterin vor einigen Wochen erneut. Ich hatte die Hoffnung, dass sie vielleicht irgendetwas von ihm gehört hatte.

Meine Hoffnung wurde bestätigt. Sie erzählte mir, dass sie ihn zwar auch schon sehr lange nicht mehr gesehen habe, aber sie habe vor kurzem erzählt bekommen, dass er wieder in der Gegend sei und auch einen Job habe. Zwar war sie sich nicht mehr ganz sicher wo genau er arbeiten soll, aber die Hinweise von ihr genügten schon um seinen Arbeitgeber ausfindig zu machen. Dieser bestätigte dann auch, dass er bei ihm angestellt sei, so dass ich mich erneut mit dem Mandanten besprach, ob man die Sache noch einmal versuchen solle.

Der Plan war, dass wir gegen den Schuldner einen Vollstreckungsbescheid erwirken und dann im Anschluss direkt bei seinem Arbeitgeber die Lohnansprüche pfänden würden.
Also wurde kurze Zeit später der Mahnbescheid beantragt welcher vor ca. 2 Wochen auch zugestellt wurde.

Gestern morgen wollte ich eigentlich den Antrag auf Erlass des Vollstreckungsbescheids an das Mahngericht schicken, aber irgendwie kam gestern morgen immer was dazwischen, so dass ich es nicht zur Post schaffte.
Im Nachhinein war das auch kein Fehler, den als ich gestern Nachmittag wie üblich im Onlinebanking nach neuen Zahlungen schaute, entdeckte ich die Zahlung des Schuldners der offensichtlich nicht nur die Hauptforderung, sondern auch alle Zinsen und Kosten überwiesen hat.

Damit hätte ich nun wirklich nicht mehr gerechnet, nachdem der Schuldner es bisher eigentlich recht gut geschafft hat sich vor der Zahlung zu drücken. Aber meistens zahlt es sich halt doch aus wenn man ein wenig Geduld hat und dran bleibt. Wobei man natürlich ab und zu auch einfach das nötige Glück haben muss.

Ein Schuldner ließ sich von meinem Mandanten einen Fußboden verlegen. Die Rechnung wurde nicht bezahlt und ich wurde beauftragt.

Nachdem dann einige Raten eingingen, die Meisten davon deutlich verspätet und erst nach erneuter Aufforderung, beantragten wir einen Mahnbescheid im Urkundenmahnverfahren. Der Mahnbescheid wurde zugestellt und der Vollstreckungsbescheid beantragt.

Der Schuldner, welcher im Vorfeld bereits ein Schuldanerkenntnis sowie eine Teilzahlungsvereinbarung unterschrieben hat, legte verspäteten Widerspruch gegen den Mahnbescheid ein, so dass das zuständige Mahngericht mich vom Einspruch des Schuldners gegen den Vollstreckungsbescheid informierte. Selbstverständlich enthielt der Einspruch keine Begründung.

Der Schuldner teilte mir dann im Gespräch mit, dass der Grund dafür sei, dass er seine Raten ja bezahlen wolle und auch bezahlen werde.
Schon das alleine ist etwas dürftig, jedoch ließ er sich nicht davon überzeugen, dass eine Rücknahme des Einspruchs eventuell im Zweifel für ihn billiger kommen würde als es auf ein Verfahren vor Gericht ankommen zu lassen.

Wir verblieben nun erst einmal so, dass er noch eine Chance bekommt die letzten paar Raten pünktlich zu bezahlen. Andernfalls werden wir die Gerichtskosten einzahlen damit das Verfahren abgegeben wird.

Durch seine Eskapaden hätte sich der Schuldner mittlerweile fast einen zweiten Fußboden verlegen lassen können. Aber anscheinend funktioniert es bei ihm nur auf diese Art. Ich würde mich auch nicht wundern, wenn wir nicht auch noch vor Gericht müssten. Chancen rechnet er sich aber wohl selbst keine aus…

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