Die Rechtsdiensleister Inkasso • Gütestelle • Zwangsverwaltung

Mandanten

Vor einigen Tagen erhielten wir eine Anfrage, ob wir eine Rechnung über rund 200 Euro bearbeiten würden.
An sich kein Problem, solange die Voraussetzungen vorliegen, die Rechnung also korrekt gestellt wurde, keine Einwände vorliegen und bereits Verzug vorliegt.

Der potentielle Mandant wollte uns die Rechnung vorab per Fax zusenden. Als das Fax da war reichte jedoch ein flüchtiger Blick um zu erkennen, dass hier offensichtlich kein Profi am Werk war. Ganz im Gegenteil. Abgesehen davon, dass noch nicht einmal ein Datum oder eine Empfängeranschrift vorhanden waren, enthielt die “Rechnung” nicht einmal das Wichtigste, eine Rechnungssumme.
Es war auch keine Leistung bezeichnet o.ä., woraus man eventuell auf den Rechnungsbetrag schließen könnte. Nichts!

Wir teilten dem potentiellen Mandanten daraufhin mit, dass wir die Sache so nicht bearbeiten können, er sich aber,
nachdem er dem Schuldner eine ordentliche Rechnung gestellt hat und dieser nach wie vor nicht bezahlt, sich gerne mit der korrekten Rechnung erneut an uns wenden darf.

Die Antwort folgte dann promt. “Ich hab ein anderes Unternehmen gefunden, dass die Sache für mich macht. Tja!”
Tja, genau das dachten wir auch. Was uns da wohl für ein dicker Fisch durch die Lappen gegangen ist. Wir hätten auf einen Schlag reich werden können. So ein Mist aber auch.

Interessant wäre jedoch zu erfahren, wo der “Rechnungssteller” den nun gelandet ist. Besonders seriös kann das Unternehmen nicht sein.
Entweder dort bearbeitet man die Sache nach dem Motto “Könnte ja klappen”, oder man will den Mandanten einfach nur selbst über den Tisch ziehen. Wie auch immer, seriös ist anders und trägt sicherlich nicht dazu bei, dass die Branche einen besseren Ruf bekommt.
Aber letztlich muss jeder selbst wissen, was er für Mandate will, wie er sie bearbeitet und welchen Ruf er sich aufbauen will. Wir lehnen lieber mal ein Mandat ab, wenn wir der Meinung sind, dass etwas nicht stimmt, als das wir es auf Teufel komm raus mit allen Tricks versuchen und dabei sowohl den Mandanten als auch den Schuldner über’s Ohr hauen. Aber letztlich bekommt jeder für seine krummen Touren früher oder später die Quittung präsentiert. Auch und gerade negative Erfahrungen mit einem Unternehmen sprechen sich rum.

Unser Ziel ist jedenfalls nicht möglichst schnell in die Fußstapfen von Moskau Inkasso & Co. zu treten, sondern seriöse und professionelle Inkassodienstleistungen zu erbringen, die sich im Rahmen des Gesetzes bewegen.

Es kommt immer ieder vor, dass man eine Forderungssache übertragen bekommt und man sich fragt, woher man den Namen des Schuldners schon einmal gehört hat. Irgendwie kommt er einem bekannt vor, nur kann man ihn nicht direkt zuordnen.

Eine Suche in den Schuldneradressen bringt dann oft die Erkenntnis, dass man den oder die Schuldnern vor einiger Zeit schon einmal in einer anderen Sache hatte. Meist kommt dann auch nach und nach die Erinnerung um was es damals genau ging.

Wenn ich dann jedoch sehe, dass der Schuldner nicht nur beim gleichen Mandanten erneut in der Kreide steht, sondern, wie bereits beim ersten Mal, vier bis fünf Mahnungen verschickt wurden, ehe man endlich einmal ernst gemacht hat, dann verstehe ich es nun wirklich nicht mehr.
Es spricht ja nichts dagegen, wenn man einen ehemaligen Schuldner wieder als Kunden bedient. Generell spricht auch nichts dagegen, ihm etwas auf Rechnung zu liefern, sofern man sich dem Risiko bewusst ist. Unverständlich ist für mich jedoch, wieso man in so einem Fall erneut vier bis fünf Mahnungen verschickt, obwohl man weiß, wie es damals gelaufen ist.

Gutmütigkeit in allen Ehren, aber so etwas würde ich nicht tun. Irgendwann zahlt er gar nicht mehr und dann?
Vor allem, wenn man bereits in der Vergangenheit die Erfahrung machen musste, dass er auf Mahnungen nicht reagiert, sondern erst merken muss, dass es jetzt eng wird.

Bei mir ist nach zwei, allerhöchstens drei Mahnungen das Ende der Fahnenstange erreicht. Natürlich hat man immer wieder Mandanten, da weiß man ganz genau, dass es einfach etwas länger dauert. Da weiß man aber auch, dass das Geld in jedem Fall kommt.
Ewig lasse ich mir jedoch nicht auf der Nase herumtanzen, irgendwann müssen den Drohungen auch mal die Konsequenzen in Form eines Mahnbescheids folgen.

Aber manche scheinen es einfach nie zu lernen, oder aber, sie wollen, dass wir uns auch noch etwas daran verdienen können.
Auch nett, eigentlich.

Das gilt nicht nur dann, wenn er völlig unrealistische Erwartungen hat was die (gesetzlichen) Möglichkeiten angeht, sondern hin und wieder auch, wenn es darum geht Geld in eine Sache zu investieren.

Erst vor kurzem erhielt ich ein neues Mandat, in dem momentan das Insolvenzverfahren gegen den Schuldner läuft. Der Gläubiger ist jedoch nach wie vor der Ansicht, dass die vom Schuldner hinsichtlich seines Einkommens gemachten Angaben falsch sind. Zudem ist der Schuldner laut Insolvenzgericht unbekannten Aufenthalts und aller Wahrscheinlichkeit wird das Verfahren gegen ihn in Kürze sowieso mangels Masse eingestellt.

Der Gläubiger wollte hier unbedingt eine Einwohnermeldeamtsauskunft eingeholt haben, weil er der Aufenthaltsermittlung des Insolvenzgerichts sowie des vorläufigen Insolvenzverwalters nicht traute. Wie zu erwarten erhielten wir die Auskunft, dass der Schuldner nach unbekannt verzogen sei.
Somit hätte der Gläubiger sich die Ausgaben sparen können.

Aber damit nicht genug. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätten wir direkt einen Detektiv beauftragt, der den Schuldner ein paar Tage beschatten sollte, nachdem er ihn erstmal ausfindig gemacht hat. Alles Kosten, in nicht gerade geringer Höhe, die während des Insolvenzverfahrens durch niemand erstattet werden.

Nach einiger Diskussion konnten wir uns dann aber letztlich doch darauf einigen, erstmal abzuwarten, was das Insolvenzverfahren noch bringt. Sollte dann die Zwangsvollstreckung wieder möglich sein werden wir kurzfristig überlegen welche Maßnahmen Sinn machen und welche Kosten hierbei vertretbar sind.

Meistens hat man es ja eher mit der Sorte Mandanten zu tun, die jeden Cent zweimal umdrehen, bevor sie ihn in so eine Sache stecken. An sich ist das ja auch durchaus verständlich und wirtschaftlich auch hin und wieder sinnvoll.
Es erschwert jedoch die Arbeit unheimlich, wenn man eigentlich alles beisammen hat, um eine Lohnpfändung auszubringen, der Mandant aber bereits die 15 Euro für den Pfändungs- & Überweisungsbeschluss scheut. Wenn man dann noch damit anfängt, dass zusätzlich noch Gerichtsvollzieherkosten für die Zustellung des Beschlusses anfallen, dann ist es bei einigen Gläubigern völlig aus.

Man kommt teilweise einfach nicht umhin ein paar Euro in die Zwangsvollstreckung zu investieren um eventuell doch noch an sein Geld zu kommen. Man muss jedoch auch immer die Kosten zum erhoften Nutzen in Relation setzen um nicht wirklich unnötiges Geld für eine Sache auszugeben, die es nicht wert ist.

Komischerweise kommt es in letzter Zeit häufiger vor, dass ich von meinen Mandanten die benötigten Unterlagen erst nach und nach bekomme.
Im Vorfeld teile ich den Mandanten grundsätzlich mit, was ich benötige und in welcher Anzahl. Beispielsweise Vollmachten, Rechnungen, Mahnungen o.ä.

Eigentlich keine große Sache sollte man meinen. Weiterlesen

Immer wieder bekommt man von Mandanten Kopien seiner Unterlagen zugeschickt um einen kompletten Überblick über die Angelegenheit zu bekommen. So auch gestern.

In der Post fand sich ein dicker Umschlag der selbst für 1,45 Euro Porto noch zu schwer war. Die darin enthaltene Akte ließ bereits beim vorsichtigen Blick in den Umschlag nichts gutes erahnen. Weiterlesen

So erreichen Sie uns


Die Rechtsdienstleister


Waldstraße 20
75394 Oberreichenbach


Tel: 07051 - 59 74 49 1
Fax: 07051 - 59 74 493
eMail: info@die-rechtsdienstleister.de


Bürozeiten:


Montag - Donnerstag 8.30 - 12.00 Uhr
und 13.00 - 17.00 Uhr


Freitag 8.30 Uhr - 12.00 Uhr und
13.00 - 15.00 Uhr


Termine nur nach Vereinbarung!