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Pfändung

In einer Sache aus 2009 hatten wir Anfang dieses Jahres eine Kontenpfändung ausgebracht. Die Bank teilte mit, dass das Konto mit gut 2.500 Euro im Soll stehe und daher momentan keine Zahlungen auf die Pfändung geleistet werden können.

Auch sonst hatte die Schuldnerin nichts was man irgendwie zu Geld machen könnte, so wurde die eidesstattliche Versicherung abgegeben und trotz intensiver Recherche konnten wir nicht mal ein paar Euro auftreiben.

Die Sache sollte dann für 6 Monate ruhen.
Aus welchem Grund auch immer wurde dann vor einigen Tagen beim Drittschuldner schriftlich nachgefragt, ob es zwischenzeitliche Veränderungen gibt.

Zwar steht die Antwort momentan noch aus, davon haben wir heute rund die Hälfte unserer Forderung durch die Drittschuldnerin überwiesen bekommen.

Nicht nur der Mandant wird sich über die zusätzliche Finanzspritze zur Weihnachtszeit freuen, auch für uns ist einiges angefallen was wir nun endlich abrechnen können.

So könnte es eigentlich weitergehen. Einige Schuldner haben wir von der Sorte noch.

Vor kurzem erteilten wir in einer Zwangsvollstreckungssache einen Pfändungsauftrag an den zuständigen Gerichtsvollzieher. Wir teilten dem Gerichtsvollzieher dabei speziell mit, dass er auf eine große CD, DVD und Schallplatten Sammlung achten solle, da der Schuldner damit prahlte. Er habe mehrere Tausend DVDs, CDs und Schallplatten, allesamt Original und auch noch mit der Originalplastikülle versehen.

Der Gerichtsvollzieher, übrigens ein ausgesprochen netter und hilfsbereiter Gerichtsvollzieher, suchte draufhin nur wenige Tage später die Wohnung des Schuldners auf, um nach pfändbarer Habe zu suchen.
Allerdings gestaltete sich dieses Vorhaben doch schwieriger als erwartet, da die Wohnung eher einer Müllhalde glich, als einer ordentlichen Wohnung.

Trotz allem ließ sich der Gerichtsvollzieher nicht vor seiner Aufgabe abhalten und suchte nach der besagten Sammlung. Er fand auch eine Sammlung, allerdings war diese Sammlung den Namen “Sammlung” nicht wert.

Lediglich eine knapp zweistellige Anzahl von diversen DVDs, die auf Grund ihres Inhalts FSK 18 sind, und durch den Gerichtsvollzieher auch nicht versteigert werden dürften. Auch der Zustand war nicht besonders. Von einer Plastikhülle war ebenfalls nichts zu sehen.

Wohl ganz im Gegenteil, wie mir der Gerichtsvollzieher dann telefonisch mitteilte. Die gesamte “Sammlung” sei total verdreckt gewesen, von Flecken überseht, von denen er noch nicht einmal wissen wollte, um was für Flecken es sich handelt und auch sonst in keinem verwertbaren Zustand. Er habe die “Sammlung” daher auch in unserem Interesse in der Wohnung belassen.
Eine richtige Entscheidung, angesichts der geringen Anzahl sowie des Zustands der Sammlung.

Auftragsgemäß nahm der Gerichtsvollzieher dann dem Schuldner die eidesstattliche Versicherung an Ort und Stelle ab. Aber leider auch da war nichts brauchbares zu finden. Das Vermögensverzeichnis hätte er im Prinzip auch einmal mit den Worten “Ich hab nichts” quer überschreiben können und dies an Eides statt versichern.

Jetzt warten wir einfach mal ab, irgendwann kommt vielleicht auch er mal zu Geld und dann werden wir uns wieder bei ihm melden.
Sollten wir eines Tages die Wohnung aufsuchen müssen, werden wir uns vorsorglich besser mit Schutzkleidung und Handschuhen ausstatten.

Selbstverständlich gibt es die unterschiedlichsten Typen von Schuldnern. Die einen melden sich gar nicht (die Mehrheit), die anderen dagegen fast jeden zweiten Tag. Manche sind stumm wie ein Fisch, andere dagegen wollen einem am liebsten ihre gesamte Lebensgeschichte erzählen. Teilweise ist das auch ganz interessant und für die Mandatsbearbeitung nützlich. Weiterlesen

Nachdem ich am Samstag den Schuldner angetroffen habe und er mich sogar kurz herein gebeten hat, erzählte er mir ein wenig von seinem “Leid”.

Er selbst habe noch so viele offene Rechnungen, wenn seine Kunden diese alle bezahlen würden, dann hätte der diese Probleme nicht.

Schlecht für ihn, aber gut für uns, dass er an diesem Samstag so gut gelaunt war und frei von der Leber weg mit Details aufwartete, die uns nun (hoffentlich) nutzen werden, die Forderung doch noch relativ unkompliziert beizutreiben.

Heute ist nun ein vorläufiges Zahlungsverbot an eine seiner Schuldnerinnen zur Zustellung gegeben worden. Es handelt sich dabei um eine Forderung, mit der wir unsere Forderung gegen ihn locker bedienen können. Der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss wurde ebenfalls an das zuständige Amtsgericht geschickt.

Mal sehen ob nun alles so klappt wie wir uns das erhoffen. Wenn ja, würden wohl alle mindestens drei Kreuze machen. Der Gläubiger weil er endlich sein Geld hat, der Schuldner weil er mich los ist und auch ich, weil ich die Sache endlich positiv abschließen kann. Ich hasse kaum etwas mehr, als eine Sache ohne jeglichen Erfolg einstellen zu müssen.

Ein Schuldner versucht schon seit geraumer Zeit sich vor dem bezahlen zu drücken. Bisher leider all zu oft mit Erfolg.

Die ursprüngliche Forderung hat sich mittlerweile mehr wie verdoppelt.
Die durch den Mandanten erstattete Strafanzeige wegen Betrug sowie wegen falscher Versicherung an Eides Statt wurde durch die zuständige Staatsanwaltschaft wegen § 154 Abs. 1 StPO eingestellt bzw. von der Verfolgung abgesehen. Gegen den Schuldner ist laut Staatsanwaltschaft bereits in einem anderen Fall eine Strafe verhängt worden, so dass die Strafe die wegen der angezeigten Tat verhängt werden könnte, voraussichtlich nicht beträchtlich ins Gewicht fallen würde.

Der Gute muss also deutlich mehr auf dem Kerbholz haben, als ein Betrug sowie eine falsche Versicherung an Eides Statt.

Da er sonst nie zu erreichen ist, weder telefonisch, noch per Post noch persönlich bzw. sich grundsätzlich verleugnen lässt, werde ich es heute noch einmal versuchen. Irgendwann muss er ja mal daheim sein. Außerdem hat er ein Fahrzeug, bei dem sich eventuell die Pfändung noch lohnen könnte. Vielleicht lässt er da ja was raus.

Notfalls wird er demnächst erneut die eidesstattliche Versicherung abgeben müssen, da seine Angaben nachweislich nicht mehr aktuell sind, bzw. es teilweise nie waren.

Mal sehen, ob er heute da ist. Ich würde mir ja zu gerne die Fortsetzung seiner mittlerweile fast schon legendären Lügenmärchen anhören. Dumm nur, wenn ihm keiner mehr glaubt. Früher oder später werden wir ihn jedoch haben und dann wird er auch die Forderung bezahlen. Da bin ich mir sicher. Irgendwann gehen auch ihm mal die Ausreden aus. Dabei will er ja eigentlich immer bezahlen, es kommt nur dummerweise immer etwas unvorhergesehenes dazwischen.

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