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Schulden

Gestern Nachmittag rief ich eine Schuldnerin an, ob diese zu Hause sei, da sie mir vor Kurzem telefonisch mitgeteilt hatte, dass sie nun die Restforderung zusammen hätte und ich sie abholen könne.

Da sie nicht zu Hause war bot sie an, dass ich ab 21 Uhr kurz bei ihr vorbei schauen könnte. Dann wäre sie zu Hause und ich könnte das Geld mitnehmen.
Sie hat es extra hingerichtet.

Eigentlich mache ich um die Zeit keine Schuldnerbesuche mehr, allerdings wohnt die Schuldnerin nicht weit vom Büro entfernt, so dass ich den Termin doch noch wahr nahm.

Die Restforderung belief sich auf knapp 44 Euro. Da sich die Sache nun schon über ein Jahr hinzieht, war ich also froh, dass es jetzt endlich einen positiven Abschluss in der Sache gibt.

Und tatsächlich, als ich gegen 21 Uhr bei der Schuldnerin eintraf, hatte sie das Geld bereits hingerichtet und nach einigen guten Wünschen für die Zukunft, insbesondere den Wunsch, dass man sich nicht mehr wegen ihrer Schulden begegnen würde, konnte ich auch diesen Fall endlich erfolgreich abschließen.

Das Problem in dieser Sache war, dass die Schuldnerin bereits in Rente ist und sich nebenbei noch um ihre 23-jährige Enkelin kümmern muss, die starke psychische Probleme hat. Das Geld reicht hinten und vorne nicht und zu holen ist auch für einen Gerichtsvollzieher nichts.
Auf Grund dessen haben wir auch auf kostenpflichtige Maßnahmen wie die Titulierung oder auch die Pfändung verzichtet. Zumal die Verjährung in diesem Falle kein Problem darstellte.

Letztlich sind jedoch alle Parteien froh, dass die Sache nun doch noch ein erfolgreiches Ende gefunden hat.
Da lohnt es sich auch noch solche Spätbesuche zu machen. Zumindest dann, wenn die Schuldner ausdrücklich darum bitten.

Gerade zur Zeit gibt es wieder viele Inventuren. In Supermärkten, aber auch in anderen Betrieben werden daher wieder viele Inventuraushilfen gesucht.
Arbeit mit der man gutes und schnelles Geld verdienen kann.

Nur wo sind da die Schuldner? Immer wenn ich bei (langzeit) arbeitslosen Schuldnern das Thema Aushilfsjob anspreche wird darauf ohne große Begeisterung und Motivation reagiert.
Einige sagen ehrlich, dass sie darauf keine Lust haben, wieso auch, sie bekommen ihr Geld ja auch so. Ob es für die Schulden reicht ist doch zweitrangig. Andere dagegen haben sich darüber noch nicht einmal Gedanken gemacht. Einige versprechen dann zwar sich mal nach einem solchen Job umzusehen, aber ich schätze, dass davon auch nur noch die Hälfte sich ernsthaft um einen solchen Job bemüht.

Dabei ist der Lohn gar nicht so schlecht. 6 Euro und mehr sind (fast) immer drin. Und wieso nicht mal ein bisschen zählen, wenn man Geld braucht? Es gibt weitaus schlimmere Jobs.

Aber bei einigen Schuldnern scheint die Anziehungskraft des heimischen Sofas so stark zu sein, dass sie davon nicht los kommen.
Schade eigentlich, dass Geld könnten sie alle gut gebrauchen – sei es nur zur Schuldentilgung.

Drei bis vier Millionen deutsche Haushalte sind dem Schuldenreport 2009 zufolge nicht mehr in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Neben Arbeitslosigkeit (29,3 %) sind auch veränderte Lebensumstände (13,5 %) sowie gesundheitliche Probleme (9,8 %) und gescheiterte Selbstständigkeiten
(9,5 %) häufige Ursachen der Überschuldung.

Bei über 40 % bewegen sich die Forderungen dabei im Bereich von unter 10.000 €, bei immerhin noch 7,5 % der überschuldeten Haushalte liegen die Forderungen bei insgesamt 100.000 € und mehr.
Rund 56 % der überschuldeten Personen müssen dabei mit einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 900 € auskommen.

Die meisten Forderungen (rund 60 %) stehen dem Schuldenreport 2009 zufolge den Banken zu. Dabei bezahlen die Kreditnehmer mit den niedrigsten Einkommen in der Regel auch die höchsten Kreditzinsen. Dies führt häufig dazu, dass die Schuldenlast immer größer wird und letztlich zur Überschuldung führt.

Quelle: Schuldenreport 2009

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