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Teilzahlungsvereinbarung

Manche Schuldner meinen sie sind besonders schlau.
So auch eine Schuldnerin, die vergangenes Jahr eine Teilzahlungsvereinbarung mit mir abgeschlossen hat und bis Dezember mehr oder weniger regelmäßig und pünktlich ihre Raten bezahlt hat.

Seit Dezember kommt nun nichts mehr. Ans Handy geht man grundsätzlich nicht, auf Briefe reagiert man sowieso nicht und auch sonst hat sie sich bisher nicht gerührt.
Also habe ich sie am Dienstag in ihrer Wohnung aufgesucht, oder zumindest dort, wo die Wohnung bis vor kurzem mal war.
Der Vermieter erzählte mir dann, dass sie erst vor ein paar Wochen ausgezogen sei, er aber von ihrem Vater auch noch diverse Rechnungen habe, die dieser zu bezahlen hätte.

Nach Rücksprache mit dem Mandanten wurde dann eine Einwohnermeldeamtsanfrage (EMA) gemacht. Das Ergebnis hatte ich schon heute in der Post. Der ganze Spaß hat 8,50 Euro gekostet und wäre vermeidbar gewesen, wenn sich die Schuldnerin kurz gemeldet hätte.

So kommen eben doch noch ein paar Euro mehr hinzu und das, obwohl sie in 5 Monaten schuldenfrei gewesen wäre. Letztlich ist es aber ihre Entscheidung, ich könnte aber darauf wetten, dass sie nicht damit rechnet, dass ich so schnell die neue Adresse habe und bei ihr vorbei schauen werde. Mal sehen, ob mir die Überraschung gelingen wird.

In einer Zwangsvollstreckungssache die uns damals noch als Forderungssache übergeben wurde gab es immer wieder leere Versprechungen, Lügen und Täuschungsversuche.

Der Schuldner hat immer wieder versucht uns durch seine Bereitschaft Ratenzahlung zu vereinbaren hinzuhalten.
Teilzahlungsvereinbarungen wurden an ihn geschickt, telefonisch nach einer Woche nachgefragt, wann er sie endlich zurückschickt und immer wieder wurde uns eine Ausrede nach der anderen aufgetischt.
Auch Besuche in seiner Wohnung brachten nie einen Erfolg, weil er jedesmal vorgab, nicht zuhause zu sein.
Teilweise musst sogar seine 4 Jährige Tochter für ihn lügen.
Man merkte jedoch jedes mal, dass er hinter dem Fenster stand und wartete, bis ich weg war.
Daher wurde Mahnbescheid beantragt.

Nun haben wir seit kurzem den Vollstreckungsbescheid in den Händen und obwohl ich die Hoffnung fast aufgegeben hatte, besuchte ich ihn erneut.
Entweder er hat vorher nicht geschaut wer vor der Türe steht, oder er hat die Spielchen auch endlich satt.
Auf alle Fälle wollte er Ratenzahlung vereinbaren.
Die vorbereitete Teilzahlungsvereinbarung wollte er sich in Ruhe durchlesen und innerhalb einer Woche zurückschicken.
Mit beinaher Gewissheit ließ ich ihm die Vereinbarung da und rechnete eigentlich nicht damit, dass er sie doch noch zurückschickt.

Doch offenbar habe ich mich verrechnet.
Heute morgen lag die unterschriebene Teilzahlungsvereinbarung im Briefkasten. Zwar zwei Tage zu spät, aber immerhin.
In so einem Fall darf man wirklich nicht pingelig sein.

Ich bin mal gespannt, ob sich die positive Tendenz die er nun zeigt auch durchsetzen wird.
Am 15. ist die erste Rate fällig, mal sehen ob was kommt.

Wie oft habe ich bisher schon gehört, dass der Schuldner die Forderung sofort, gleich, oder sogar unverzüglich überweist. Viele versuchen sich so wieder ein paar Wochen Luft zu verschaffen, in dem sie leere Versprechungen machen.
Dieses Phänomen tritt auffallend häufig bei Teilzahlungsvereinbarungen auf. So gut wie jeder Schuldner der mir telefonisch eine Ratenzahlung verspricht, verspricht mir auch die Teilzahlungsvereinbarung, die ich ihm postwendend zuschicke, innerhalb von einer Woche unterschrieben zurückzuschicken. Schätzungsweise in 9 von 10 Fällen kommt die Teilzahlungsvereinbarung nicht fristgemäß zurück. Fragt man dann nach den Gründen hört man immer wieder die Ausrede, dass man die Vereinbarung schon vor Tagen weggeschickt habe und die Post sie vielleicht verloren habe.
Über die Zuverlässigkeit der Post kann man sicherlich streiten, aber es ist schon mehr als ein Zufall, dass ausgerechnet solche Sendungen grundsätzlich verloren gehen.

Mittlerweile bin ich von Anfang an darauf vorbereitet, dass ich doch zum Schuldner fahren muss und die Teilzahlungsvereinbarung persönlich abholen muss. Umso überraschender ist es dann, wenn tatsächlich mal eine Vereinbarung den Weg zu mir findet.

Ich bin mal gespannt, ob sich die Ausreden im Laufe der Zeit ändern. So richtig daran glauben tue ich allerdings nicht. Auch in ein paar Jahren wird es höchstwahrscheinlich immer noch die gleiche Laier sein.

In einer Sache, die ich mittlerweile seit Anfang März immer wieder auf dem Tisch habe, ist heute der Mahnbescheid beantragt worden.
Die Schuldnerin reagierte zunächst auf meine Schreiben nicht. Erst als ich sie zu Hause besuchte, konnte ein mehr oder weniger regelmäßiger Kontakt hergestellt werden.
Sie bat an, die Forderung in monatlichen Raten zu bezahlen und unterschrieb mir direkt ein Schuldanerkenntnis. Die Teilzahlungsvereinbarung sollte ich ihr damals zuschicken. Sie würde sie mir umgehend zurückschicken und dann pünktlich die Raten zahlen.

Das war im Mai.

Mittlerweile hatte ich fast jede Woche das Vergnügen mit ihr. Meistens telefonisch, aber hin und wieder traf ich sie sogar zu Hause an.
Immer wieder versicherte sie mir steif und fest, dass sie die Vereinbarung zurückgeschickt habe bzw. am nächsten Tag auf alle Fälle zurückschicken würde.

Darauf wurde nur leider jedes mal nichts. Der Mandant und auch ich verlieren langsam die Geduld. Deshalb wollte der Mandant heute endgültig, dass wir den Mahnbescheid fertig machen. Irgendwann hat man wirklich genug gewartet. Die Schuldnerin hatte mehr wie genug Chancen die Sache außergerichtlich beizulegen.

Schätzungsweise in 3-4 Wochen werde ich wohl den Antrag auf Erlass des Vollstreckungsbescheids bekommen. Ich bin mir sicher, dass danach dann auch der Vollstreckungsbescheid problemlos ergehen wird.
Soll sich doch der Gerichtsvollzieher künftig mit ihr rumärgern.

In einem Mandat, welches ich nun bereits von Anfang an zur Bearbeitung habe, meldete sich gestern der Schuldner und bot an, die Forderung durch Raten zu begleichen.

Eigentlich nichts ungewöhnliches, jedoch war bisher kein Kontakt mit dem Schuldner möglich.
Auf Briefe reagierte er nicht, telefonisch war er auch nicht zu erreichen, zu Hause war er nicht anzutreffen und auch sonst gab es bisher kein Lebenszeichen von ihm. Nicht einmal nachdem der Vollstreckungsbescheid ergangen ist.

Nun meldete er sich gestern von selbst und bot Ratenzahlungen in einer Höhe an, mit der wohl niemand gerechnet hätte. So ist er, zumindest wenn er die Ratenzahlung einhält, in drei Monaten schuldenfrei.

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