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Verjährung

Alle Jahre wieder steht nicht vor Weihnachten vor der Türe, sondern auch die Verjährungseinrede.

Dieses Jahr trifft es sämtliche Forderungen aus dem Jahr 2008, die bisher nicht tituliert, d.h. für die es noch kein rechtskräftiges Urteil oder einen Vollstreckungsbescheid gibt.
Mit der Verjährungseinrede, die der Schuldner erheben muss, wird dieser von seiner Zahlungsverpflichtung frei und Sie bleiben letztlich auf Ihrer Forderung sitzen.

Für alle, die diese negative Rechtsfolge bzw. das Risiko der Verjährung noch auf den letzten Drücker verhindern wollen bietet sich das Mahnverfahren an. Bei rechtzeitiger Beantragung eines Mahnbescheids wird die Verjährung vorläufig gehemmt und nach Erlass des Vollstreckungsbescheids ist dann das Risiko entgültig gebannt. Danach haben Sie 30 Jahre Zeit sich um die Forderung zu kümmern, ohne das sich der Schuldner noch auf die Verjährung der Forderung berufen könnte.

Gerne informieren wir Sie über die Möglichkeiten und helfen Ihnen, das Mahnverfahren durchzuführen.

In einer Forderungssache erhielt ich heute das Schreiben einer Rechtsanwältin die sich für die Gegenseite meldete.

In der Sache selbst geht es um eine Rechnung für einen im Jahr 2009 gekauften Fernseher bei dem keinerlei Mängel o.ä aufgetreten sind. Nach fünffacher (!) Mahnung wurde die Sache dann an uns zur weiteren Bearbeitung übergeben.

Besagte Rechtsanwältin führt in ihrem Schreiben über fast schon eine halbe Seite aus, wieso die Forderung gegen ihre Mandantschaft nicht mehr besteht. Hauptargument ist die ihrer Meinung nach eingetretene Verjährung.

Wie sie auf diese Idee kommt ist mir völlig schleierhaft. Die Forderung stammt aus dem Jahr 2009, wurde mehrfach angemahnt und die Schuldnerin selbst leistete bereits zwei Anzahlungen, die letzte davon im Mai 2010.

Aus Kulanz wäre man aber bereit sich zu vergleichen. Selbstverständlich auf einen Betrag, der der ursprünglichen Forderungshöhe nicht einmal nahe kommt. Aber man müsste ja eigentlich gar nicht mehr leisten wegen der Verjährung, dass sei nur ein überaus gutgemeintes Entgegenkommen der Gegenseite. Verzugszinsen oder Inkassokosten werden selbstverständlich auch nicht übernommen, man befinde sich ja auch nicht im Verzug, so dass hierfür auch kein Verzugsschaden geltend gemacht werden könne.

Um ehrlich zu sein habe ich gute Lust bei der Anwaltskammer anzurufen und zu fragen ob die Dame überhaupt eine Zulassung zur Anwaltschaft besitzt. Zumindest solche grundlegenden Dinge wie Verjährung die bereits im ersten Semester an der Uni gelehrt werden, sollte man als Anwältin doch beherrschen. Das Ganze dann noch als großzügige Geste hinzustellen ist an Unverschämtheit kaum noch zu überbieten.

Vielleicht sollte ich der geschätzten Frau Rechtsanwältin einen unserer ausrangierten Palandt BGB-Kommentare mit bunt markiertem Verweis auf §§ 195, 212 etc. zuschicken.

Und dann heißt es immer Inkassounternehmen wären nicht kompetent. Ich glaube dazu muss man in diesem Falle nichts mehr sagen.

Wie in jedem Jahr sollte man sich langsam aber sicher um seine Forderungen aus dem Jahr 2007 kümmern.

Selbst wenn Sie seit Jahren ihr tristes Dasein in einem dunklen Aktenordner mit der Aufschrift “Offene Posten” fristen ist es nicht zu spät noch etwas zu retten. Hierzu ist jedoch etwas Eile geboten, denn zum 31.12.2010 verjähren die Ansprüche aus dem Jahr 2007.

Um die Verjährung wirksam zu unterbrechen gibt es einige Möglichkeiten wie beispielsweise die Klageerhebung oder auch die Beantragung eines Mahnbescheids.

Die in den meisten Fällen sinnvollste, schnellste und auch kostengünstigste Möglichkeit die Verjährung der Ansprüche zu verhindern ist die Titulierung der Forderung mittels Mahn- und Vollstreckungsbescheid. Neben der deutlich kürzeren Bearbeitungsdauer fällt auch nur eine einfache Gerichtsgebühr an. Bei der Titulierung mittels Klage ist es hingegen eine dreifache Gerichtsgebühr.

Unser Rat:
Kontrollieren Sie spätestens bis Ende November Ihre Außenstände hinsichtlich der Rechnungen und Ansprüche aus dem Jahr 2007 und rufen Sie uns kostenlos und unverbindlich unter 07452 9292722 an.
Wir beraten Sie gerne im Hinblick auf die verschiedenen Möglichkeiten Ihre Ansprüche auch nach dieser Zeit noch erfolgreich einzutreiben und zu sichern.

Ihr Vorteil:

Anders als bei einem Anwalt der seine Gebühren nach dem Gegenstandswert berechnet sind unsere Gebühren für die Betreibung des Mahnverfahrens auf
25 Euro
begrenzt!

Sie erreichen uns sowohl telefonisch unter 07452 9292722 als auch per eMail unter info@stuttgart-inkasso.de

Nachdem ich bereits vor kurzem einen Vollstreckungsbescheid nebst Vollstreckungsunterlagen aus dem Jahr 2003 auf dem Tisch hatte, erhielt ich nun einen Vollstreckungsbescheid aus den späten 1990er Jahren.

Der Vollstreckungsbescheid wurde in beiden Fällen durch den gleichen Rechtsanwalt erwirkt. Nach Erhalt des Vollstreckungsbescheids erteilte dieser dem Gerichtsvollzieher einen sog. Kombi-Auftrag (Pfändung & ggf. Abnahme der EV). Der Gerichtsvollzieher konnte in beiden Fällen nichts pfänden und nahm die EV ab.

Nach der EV wanderten die Akten offensichtlich auf direktem Wege in die hinterste Ecke des Archivs und die eventuell angelegten Wiedervorlagen wurden gekonnt ignoriert. Anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, wieso weder vor Ablauf der Verjährungsfrist für die Zwangsvollstreckungskosten erneut die Zwangsvollstreckung betrieben wurde oder die Kosten im Wege des Kostenfestsetzungsverfahren festgesetzt wurden.

Dem Mandanten sind in einem der Fälle rund 400 Euro Verzugszinsen sowie Kosten von fast 200 Euro verloren gegangen. Im anderen Fall sieht es nicht viel besser aus.

So etwas darf eigentlich weder einem Anwalt noch einem Inkassounternehmen passieren. Gekrönt wurde diese Leistung dann noch mit dem wohl obligatorischen Satz

“Sie können die Forderung bis zum Jahr 20xx im Wege der
Zwangsvollstreckung beitreiben.”

Ich kenne es eigentlich so, dass man den Mandanten darauf hinweist, dass man nach spätestens 3 Jahren erneut die Zwangsvollstreckung betreiben kann und er sich dann gerne erneut an den Rechtsanwalt wenden soll.

Offensichtlich hat dieser Anwalt keine große Lust auf Zwangsvollstreckung.
Vielleicht auch besser so für den Mandanten!

In einer neuen Forderungssache habe ich den Schuldner, eine Firma, kurzfristig noch angeschrieben und zur Zahlung aufgefordert.
Die Forderung ist fast drei Jahre alt, es droht also die Verjährung.

Da die Frist heute abgelaufen ist, werde ich morgen, pünktlich zu Weihnachten noch den Erlass des Mahnbescheids beantragen.
Insgesamt hat sich die Forderung dann durch Zinsen, Kosten und Auskünfte mehr als verdoppelt.

Eigentlich ist es nach wie vor eine sehr kleine Forderung, bei der es im Übrigen auch sonst keine rechtlichen Probleme geben wird, da es sich um die Lieferung von kleinen Zubehörteilen handelt, welche nachweislich mangelfrei waren. Wieso sich der Schuldner nach wie vor weigert die Forderung zu begleichen ist nicht nur mir unbegreiflich.
Aber wenn er es nicht anders will werden wir eben das Mahngericht bemühen müssen.

Wobei ich wetten könnte, dass er alleine mehr Wechselgeld in seiner Kasse hat als die Forderung beträgt.

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