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Vergangene Woche erreichte mich eine dramatische eMail eines Schuldners.
Wir hatten ihm vor ca. 3 Wochen das Konto sowie das Arbeitslosengeld gepfändet, da er uns weder die von ihm gewünschte Teilzahlungsvereinbarung zurücksendete, noch die Ratenzahlung aufnahm.

Also beantragten wir zunächst den Mahn- bzw. Vollstreckungsbescheid und pfändeten dann postwendend sein Bankkonto sowie seine Ansprüche gegen die Agentur für Arbeit.

In der eMail teilte mir der Schuldner dann mit, dass er soeben von der Pfändung erfahren habe. Der PfüB wurde dem Schuldner jedoch bereits vor rund 2 Wochen durch den Gerichtsvollzieher zugestellt.
Die Pfändung würde ihm den “Todesstoß” versetzen. Komisch nur, dass er erst durch die Nachricht seiner Bank davon erfahren hat, dass sein Konto gesperrt ist. Ganz so dringend muss er dass dort liegende Geld ja wohl nicht benötigen, wenn er seit mehr als zwei Wochen nicht mehr auf der Bank war um Geld abzuheben o.ä.

Wie üblich sah der Schuldner natürlich nicht ein, wieso die Pfändung beantragt wurde. Er habe die Vereinbarung doch zurückgeschickt und auch sonst alles getan.
Das mag ja sein, nur die beiden wichtigsten Dinge, nämlich die Rücksendung der Vereinbarung sowie die Ratenzahlung, hat er offensichtlich völlig vergessen. Daher auch die Pfändung und die vorherige Titulierung die ihm unter Umständen schon daran erinnert haben könnte, dass da wohl noch was fehlt.

Ich antwortete ihm dann, dass wir gerne eine neue Vereinbarung schließen können, unter der Voraussetzung, dass die Forderung in 4 Monaten vollständig bezahlt ist. Wir würden dann nach Eingang der ersten Rate die Pfändung vorläufig ruhendstellen und nach vollständiger Bezahlung selbstverständlich gerne aufheben und ihm den Titel aushändigen.

Obwohl die eMail sehr dringend und verzweifelt klang, habe ich bis heute noch nichts von ihm gehört.
Ob es dann wirklich so dringend gewesen sein kann?


6 Kommentare zu “Todesstoß”

  • Es ist schon ein Trauerspiel. Aber anscheinend hat er ja noch einen Finanzier, wenn das alles dann doch nicht so wichtig ist. Macht ja auch erstmal nix, Sie können Ihre Forderung ja jetzt über das Bankkonto eintreiben :)

  • Vielleicht hat er auch einfach auf das Pfändungsschutzkonto umstellen lassen, auf dem sich die Beträge auf SGB II-Leistungen Monat für Monat aufsummieren lassen ;)

    • Laut aktueller eV von Ende August hat er nur das eine Konto.
      Und laut Drittschuldnererklärung handelt es sich ausdrücklich nicht um ein P-Konto. Daher denke ich, dass er entweder doch nicht ganz so knapp bei Kasse ist, oder er irgendwoher noch Geld bekommt.

  • nichts ist älter als die eV von gestern. Der bewusste nichtzahler wird noch am gleichen Tag der eV Abgabe bei einer Bank in einer anderen Stadt ein neues Konto aufmachen. Vielleicht mal ne neue Drittschildnererklärung einfordern….

    • Schon passiert, da aber auch zeitgleich das Arbeitslosengeld gepfändet wurde, dürfte bald die erste Zahlung eingehen. Laut Drittschuldnererklärung bekommt er genug, so dass wir in ca. 2 Monaten die Forderung vollständig beigetrieben haben sollten.

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