Versuchen kann man's ja mal

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Diese Woche haben insgesamt zwei Schuldner/innen versucht die jeweiligen Forderungen direkt an die Mandanten zu zahlen.
Selbstverständlich ohne auch die Mahngebühren des Mandanten, die Verzugszinsen oder meine Kosten zu begleichen.
Blöd nur für die Schuldner, dass die Mandanten sich umgehend bei mir gemeldet haben und mit die jeweiligen Zahlungen mitgeteilt haben.
Ich habe daraufhin sofort die nötigen Schreiben fertig gemacht, worin die Schuldner auch zur Zahlung der ausstehenden Gebühren aufgefordert werden.

Aber immerhin, ein Versuch war’s ja schließlich wert – hätte ja klappen können.


11 Kommentare zu Versuchen kann man’s ja mal

  • Das entspricht genau dem Rat, den ich unseren Mandanten erteile: Zahlung mit Tilgungsbestimmung (“Hauptforderung”) unmittelbar an den Gläubiger.

    Das Inkassounternehmen muß sich dann Gedanken machen, ob es sich rechnet, die angeblich entstandenen Kosten für die Mahnung mit Hilfe des Gerichts auf hoher See durchzusetzen.

    • Zunächst einmal Herzlich Willkommen Herr Hoenig!
      Anscheinend lese nicht nur ich Ihren Blog, sondern Sie von Zeit zu Zeit auch meinen.

      Was die Kosten angeht muss ich sagen, dass wir bei den hiesigen Gerichten recht gute Karten haben.
      Die meisten Gerichte schließen sich der Rechtssprechung der OLGs sowie des BGH an und anerkennen Kosten bis zur Höhe vergleichbarer Anwaltskosten.
      Eine interessante Seite zum Thema Inkassokosten finden Sie übrigens unter http://www.inkassokosten.com

  • Sollte auch klappen, denn die Nebenforderungen sind erfahrungsgemäß ohnehin oft unbegründet und/oder überhöht.

    • Ich denke nicht das Mahngebühren von 2 Euro und Inkassokosten analog den Rechtsanwaltsgebühren überhöht oder unbegründet sind. Die Rechtssprechung bestätigt immer wieder, dass Inkassokosten bis zur Höhe vergleichbarer Anwaltsgebühren erstattungsfähig sind.

      • Die Rechtsprechung (mit einem „s”), die sich wirklich mit Gebührenrecht beschäftigt, berücksichtigt beim Übergang ins gerichtliche Verfahren aber auch die hälftige Anrechnung der vorgerichtlichen Gebühr – und reduziert die erstattungsfähigen Inkassokosten entsprechend.

  • Die Urteile, in denen nur die Nebenforderungen geltend gemacht und letztlich zugesprochen worden sind, interessieren mich. Die Urteile betreffen doch sicherlich die Fälle, in denen diese Kosten vorher anerkannt worden sind. Ich habe es noch nicht erlebt, dass ein Inkassobüro nur wegen der Kosten geklagt hat.

    • Bisher waren wir glücklicherweise auch noch nicht in der Situation die Inkassokosten einzuklagen.
      Ich denke es kommt immer auf den konkreten Fall und die Höhe an, ob es sich lohnt die Inkassokosten beim Schuldner einzuklagen.

  • Wenn ich immer diesen Mist von dem Hoenig lesen muss, krieg ich die Krise. Das kann ja wohl nicht wahr sein. Kann der man sich denn nicht mal 2 Minuten in einen Unternehmer versetzen, der seinem Geld den ganzen Tag hinterherlaeuft? Vielleicht sollten wir Glaeubiger immer gleich bei Verzug nach Mahnung klagen und damit Rechtsanwaelte und Gerichte reich machen und uns arm machen. Oder moechte Herr Hoenig fuer mich kostenlos Inkasso durchfuehren oder mit mir vielleicht seine Sekretaerin teilen. Ich kann das bald nicht mehr ertragen, was so mancher Anwalt an Lebensweisheiten vermittelt.

  • Gibt es überhaupt ein nachprüfbares AZ in welchen expl wg Inkassogebühren eines ext Inkassobüros erfolgreich geklagt wurde ?

    lg

    Lovette

  • hallo, dass von einigen gerichten inkassokosten bis zur höhe der entsprechenden rechtsanwaltskosten zugesprochen werden, würde ich als rechtsanwalt alsfrechheit gegenüber allen , die es durchs erste und zweite staatsexamen geschafft haben, empfinden.

    da zieht irgendeine firma vor gericht, die in ihrer stellung auch nichts anderes ist als ein beliebiges handwerksunternehmen,und bekommt dennoch das gleiche entgelt wie ein ausgebildeter RA ! gut , dass ich kein rechtsanwalt bin und auch nicht im gbührenrecht zu entscheiden habe…

    • Das ist natürlich ein Thema über das sich vortrefflich streiten lässt.
      Ich denke hier müssen beide Seiten betrachtet werden.
      Zum einen erhält nicht jeder x-beliebige eine Zulassung bzw. mittlerweile eine Registrierung als Inkassodienstleister. Hier sind spezielle Kenntnisse von Nöten, die gerade eine ordnungsgemäße und rechtlich fundierte Inkassotätigkeit ermöglichen. Das es hierbei sicherlich schwarze Schafe gibt wird wohl auch niemand bestreiten, aber wo gibt es das nicht?

      Wenn ich an meine Sachkundeprüfung vor dem Landgericht Stuttgart zurückdenke (2 Vorsitzende Richter einer Zivilkammer, eine Richterin am LG als Protokollführerin), dann muss ich sagen, dass die Sachkundeprüfung um einiges schwieriger war, als alle Prüfungen die ich bisher in meinem Jura-Studium erlebt habe.

      Was die Höhe der Gebühren betrifft, finde ich die Beschränkung auf vergleichbare Anwaltskosten richtig.
      Das Schlüsselwort ist hierbei “vergleichbar”.
      Aus der Erfahrung heraus weiß ich, dass viele Rechtsanwälte Inkasso nur als Nebengeschäft machen. Meistens sieht der entsprechende Rechtsanwalt die Akte nur um irgendwelche Schreiben zu unterzeichnen, den Rest übernehmen häufig die Rechtsanwaltsfachangestellten im Büro. Und das oft auch völlig selbstständig!
      Ich denke als durchaus, dass die Tätigkeit eines seriösen Inkassounternehmens im Hinblick auf die vorgerichtliche Tätigkeit durchaus vergleichbar ist, mit der eines Rechtsanwalts. Zumal die Möglichkeiten und Befugnisse in diesen Fällen ähnlich sind.

      Erst neulich hatte ich ein ausführliches Gespräch mit einem Rechtsanwalt zu dieser Frage. Sogar er war ähnlicher Meinung und gab zu, dass er von Inkasso eigentlich nur Grundkenntnisse hat. Sobald es um schwierigere Zwangsvollstreckungsmaßnahmen oder ähnliches geht, gibt er die Sache einen Mitarbeiterinnen zur selbstständigen Bearbeitung.

      Letztlich wird die Frage wohl immer strittig sein, allerdings denke ich, da ich kurz vor de ersten Staatsexamen stehe, dass ich durchaus einen objektiven Blick auf beide Seiten habe.

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