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Bei ebay gibt es immer wieder Titel zu kaufen. Nicht nur die üblichen, nutzlosen Adelstitel o.ä., sondern auch vollstreckbare Titel.
Momentan gibt es dort einen Titel aus einem Urteil des AG Weimar, welches eine Forderungsvolumen von ca. 2.000 Euro hat.
Neben dem Urteil bekommt der stolze Auktionsgewinner auch noch einen Kostenfestsetzungsbeschliss (KFB), einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss (Pfüb) dazu. Ebenso bekommt man die Zustellungsurkunde des Pfüb sowie die Vollstreckungsunterlagen aus 2006 nebst einer Forderungsaufstellung.

Der clevere Verkäufer stellt dem Käufer sogar noch eine von ihm höchstpersönlich unterzeichnete Abtretungserklärung zur Verfügung.

Das Ganze kann man zu einem Startpreis von einem Euro ersteigern. Momentan liegen schon 5 Gebote vor, wobei das Höchstgebot bei 15,50 Euro liegt.

Ich persönlich halte nicht viel von solchen Auktionen.
Wer verkauft schon eine solche, noch dazu titulierte Forderung, nur weil er die Kosten für eine EMA scheut. Schon alleine aus diesem Grunde bin ich bei solchen Dingen sehr skeptisch. Irgendwas muss ja faul sein, wieso verkauft man sonst eine Forderung, die, so lese ich es wenigstens zwischen den Zeilen, eigentlich nur noch beim Schuldner abgeholt werden muss, wenn man ihn den findet?

vielleicht kann man ja auch Glück haben und macht ein gutes Geschäft damit. Für mich ist es jedoch nichts. Ich verdiene meine Geld lieber auf die herkömmliche Weise. Da kaufe ich die Katze wenigstens nicht (ganz) im Sack.


3 Kommentare zu Vollstreckungsbescheid zu verkaufen

  • Ich habe mal gehört, dass eine ganze Branche davon lebt, Forderungen zu kaufen ;) Nur machen die Ausfälle durch die Mischkalkulation wett…

    • Das ist richtig, aber um ehrlich zu sein ist mir das Risiko dabei zu hoch. Gerade wenn man noch nicht so lange am Markt ist stellt das Factoring doch ein relativ hohes Risiko dar.

  • Ist echt eine scharfe Idee, obwohl ich mir sicher bin, dass Inkassobüros professioneller sind und mehr Geld herausholen. Viele dieser Inkassobüros kaufen die Schuldtitel auch zu einem kalkulatorisch vertretbaren Wert ab.
    Leider gibt es auf Gläubigerseite, wie auch auf Schuldnerseite schwarze Schafe. Gläubiger verkaufen hinterlistig Angebote(gerade im Internet)und spekulieren regelrecht auf Menschen, die den Mahnbescheid zu widersprechen verschlafen.
    Auf Schuldnerseite gibt es manche, die es absichtlich auf ein Insolvenzverfahren abgesehen haben, oder welche, die einfach aus dem Schuldenhaufen nicht mehr herauskommen und auch durch eidesstattliche Versicherungen nichts mehr zu holen ist. Diese sogar um Strom, Warmwasser und Wohnungsverlust bangen. Die goldenen Zeiten sind schon lange vorbei, sagte sogar Kohl zu Amtszeiten schon. Inzwischen ist es ja schon so weit, dass das Arbeitsamt mehr Verwaltungsaufwand mit Forderungen betreibt, als mit Zahlungen. Soviel zum Konjunkturpaket. Wer schon bis zum Vollstreckungsbescheid gekommen ist hat eh schon viel Geld ausgegeben und wer nicht zahlen kann, den interessieren auch die neuen Gläubiger mit ihren Zinsen und Geschäftsgebühren wenig. Im Insolvenzverfahren ist jeder Schuldner sowieso unantastbar und darf sich nach dem Insolvenzverwalter und den anderen Gläubigern bis zur Restschuldbefreiung hinten anstellen. Was der Gerichtsvollzieher nicht pfänden kann, kann auch kein anderer.

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