Die Rechtsdiensleister Inkasso • Gütestelle • Zwangsverwaltung

SchönfelderDerzeit erhalten wir immer wieder Absetzung durch diverse Gerichtsvollzieher bezüglich der Kosten einer Bonitätsauskunft. Argumentiert wird stets, dass diese Kosten keine notwendigen Kosten der Zwangsvollstreckung nach § 788 ZPO seien und somit nicht durch den Schuldner zu erstatten wären.

Bei den von uns eingeholten Bonitätsauskünften handelt es sich nicht um solche, bei denen lediglich ein Score-Wert angezeigt wird, sondern es werden im Prinzip die Daten aus verschiedenen Quellen zusammengetragen, so dass man selbst beurteilen kann, wie es um die finanzielle Situation des Schuldners bestellt ist. Unter anderem werden auch die Daten aus den Vollstreckungsportalen ausgewertet und auch die Daten der Insolvenzgerichte.Wir erhalten somit für 3,30 EUR ein relativ umfassendes Bild, ob der Schuldner bereits Einträge im Schuldnerverzeichnis hat (Abgabe der Vermögensauskunft, Haftanordnungen, etc.), von wann diese stammen und unter welchem Aktenzeichen diese eingetragen wurden.

Diese Auskunft ist für uns insofern interessant und wichtig zugleich, als dass wir damit einschätzen können, ob eine Vollstreckung derzeit überhaupt Aussicht auf Erfolg haben könnte und auch, wann eine Vollstreckung sinnvollerweise eingeleitet werden sollte. Wenn aus der Bonitätsauskunft beispielsweise hervorgeht, dass der Schuldner bereits vor 18 Monaten die Vermögensauskunft abgegeben hat und seitdem mehrere andere Gläubiger eine Abschrift des Vermögensverzeichnisses erhalten haben, macht es meist wenig Sinn ebenfalls eine Abschrift zu beantragen. Hier bietet es sich, je nachdem wie die Gesamtumstände sind, meist eher an, noch einige Zeit abzuwarten, bis dann nach 24 Monaten eine neue, aktuelle Vermögensauskunft durch den Gerichtsvollzieher abgenommen werden kann.

Die Auskunft ist damit eben, entgegen der Meinung einer Gerichtsvollzieher, doch notwendig und stellt auch notwendige Kosten nach § 788 ZPO dar, da diese zudem mit 3,30 EUR deutlich günstiger ist, als wenn wir direkt über das Vollstreckungsportal eine Schuldnerregisterauskunft eingeholt hätten, die derzeit noch mindestens 4,50 EUR kostet. Auch gegenüber der direkten (und auf Grund eventuell schon sehr betagter Daten fast nutzlosen) Beantragung einer Abschrift des Vermögensverzeichnisses sind diese Kosten verschwindend gering.

Schon aus Gründen der Schadensminderungspflicht sind die Kosten dieser Auskunft durchaus als notwendig anzusehen. Sie erfüllt den gleichen Zweck wie eine deutlich teurere Schuldnerregisterauskunft und hilft uns dabei, die Vollstreckung nicht nur kostengünstiger sondern auch effektiver zu planen und durchzuführen.

Auch die Gerichtsvollzieher sind bisher allesamt unserer Argumentation gefolgt, so dass derzeit noch keine Erinnerung gegen diese Absetzung notwendig war.

___
Q.pictures  / pixelio.de


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

So erreichen Sie uns


Die Rechtsdienstleister


Mörikestraße 1
71131 Jettingen


Tel: 07452 - 75 08 29 1
Fax: 07452 - 75 08 29 0
eMail: info@die-rechtsdienstleister.de


Bürozeiten:


Montag - Donnerstag 8.30 - 12.00 Uhr
und 13.00 - 17.00 Uhr


Freitag 8.30 Uhr - 12.00 Uhr und
13.00 - 15.00 Uhr


Termine nur nach Vereinbarung!